isZ.Gatt. Avicennie. Avicennia. 137
„ benförmigen Büscheln , sind klein lind wohlriechend, Almm„haben einen grünen in fünf spitzig- Abschnitte zcr- „je.„theilten Kelch, und vier länglichkrunde , spitzige,
„gelbe und a>n Rande weißlichte Blumeublättlein,
„und sind mit Pier Staubfäden und einem flei-„ nen Griffel versehen; auf sie folgen kegelförmige,
„ flachgedrückte Früchte, welche unter einer grünen,„dicken und gepolsterten Rind? einen bittern Kern ein-schließen, welcher wie eine große Bohne gestaltet„ist , und noch innerhalb seiner Rmdc oder Hülle, die„ ihn umgiebt, }» keimen anfangt. Dieser Baum„wachset auf sandichten Platzen a» den Ufern gesal-„ zener Wasser insonderheit bey Cochim; die Kerne„ seiner Früchte werden von den Malabaren, nachdem„sie dieselbe durch langes Einweichen und Kochen mit„Wasser ypi, ihrer Bitterkeit befreyet, gcesscn„
Da dje Frucht dieses Baums ihrer Figurflach mit dem in den Apothccken gebräuchlichen Ana*pardio ziemlich übereinkommt, so ist §l)MMell)Nauf die Muthinassmig gerathen, daß dieselbe in derThat das wahre Anaeardium orientale der Altenskye ; welcher Meynung hernach Linnens und fastaste Schriftsteller von der ^lateria rnedica gcfolgetsind. Herr Jacquin aber versichert, daß deineNicht so seye, und sagt, daß man den Baum, wo-von die wahre Anacasdia komme, noch gar nichtkenne wie wir oben schon im Ersten Theil, pag,sssO, erinnert haben. Das wahre AnaPardiumwelches zwar heut zu Tag selten mehr, und nur et-wa von gemeinen Leuten als ein Amillet widerdas Rothlaufen, gebraucht wird , aber doch nochhin und wieder in den Apothccken anzutreffen ist,kämmt aus Malacca und den philippinischen InselnNNs.