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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
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145
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156. Gatt' Hugonle. Hugonia. 14s

Irische an ihren Enden mit Büscheln von Blättern besetztsind, die ihre eigene Stiele haben, und cyrnnd, am Randesowohl, als auf der Oberfläche ganz glatt sind, und gedrängtbeysammen flehen. An jeglichem aussern Aste flehen un-terhalb den Blattern zween kurze steife Dornen, geradegegeneinander über, welche, wie ein Kncbclbart, rückwärtigzusammengerollt, und also den Aeflcn parallel sind, wovondie obige Benennung des Baums ihren Ursprung hat.An den äussersten Enden der Acstc entspringen viele weis-st Blume», welche, jegliche auf ihren eigenen Stiel, hau-fenweise dicht bcysaminen stehen, und folgende Kennzeichenhaben :Der Blumenkelch bestehet auf fünf cyrundcn,hohlen, lederarkigen Blattlcin, und fället nicht ab;die Bluinenkrouc hat fünf große,rundlichte, flach ausge-,, breitete Blumeiiblättcr ; die zchcn pfricmenfdrmigev Staubfäden sind so lang als die Blnincnkronc, und von,, unten auf bis zur Hclftc in eine» Cylinder znsammenge«wachsen; innerhalb welchen der cyrunde Fruchtknotensteckt, der drey bis fünf fadenförmige Griffel hat, die,,fo lang sind alü die Staubfaden, und sich mit kopfförmi-,, gen Narben endigen. Auf diese Blumen folgen run-de gelbe Früchte, wie Kirschen, die aber einen gestreiftenStein haben. Die Blätter sind dtck, lcderartig, undschwarzgrün ; und in Zeylon fallen sie nach PUl'MMINs ,Bericht etwas kleiner und spitziger aus, als in Java, undandern Theilen von Osiindieii. Die Wurzel dieses Baums,wie auch die Ruide deffclbc» ist sehr bitter, und hat dabeyeinen angenehmen gcwürzhasteu Geruch, fast wie Violen,und wird als eine schweißtreibende Arzney, und in Goaanstatt der Costtiswurzel gebraucht.

Linne PflanzcnsM. H. 55