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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
163
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;6o. Gatt. Wollsaame. Lombox. 16z

pfriemcnförmig, oder zusammengedrückt und langlicht«Viereckig , und haben aledan» eine gezahnte Spitzeu. s. w. wenn man sie abreißt, so bleibt die Rinde unverletzt, und sie lassen auf derselben nur einen weiß- lichten Flecken zurück. Bisweilen sind aber auch garkeine Stacheln vorhanden; und alsdann iss die Rinde gemeiniglich korkartig. Die Aeste dieses Baums bil«den eine sehr große , schaktichte und schöne Krone,welche an Plätzen, wo sie den Nord-Ostwinden nicht ausgesetzet sind, auch ganz regelmäßig ist; wo aber die Bäume gegen diese Winde bloß stehen , so haben sie öfters auf der einen Seite gar keine Aeste, undauf der andern sind die Aeste nicht fetten dicker, alsder obere Theil des Stamms selber. Die Blattersind gefingert; sie bestehen gewöhnlicher Weis« auSsieben eyrundcn, spitzigen, theils glattrandigen, theils sagcnartig gezahnten Lappen; und fallen jährlich ab«,, Die Blmnen entspriugen in kurzen , zusammengcsetz«ten traiibenförmigeii Büscheln, welche einigermassen »nachte Dolden bilden, und aus sehr vielen dicht bey< sammenstehenden, schönen, blaß rosenfarbigcu Blumen bestehen , die einen käsärtigen Geruch von sich geben;diese Blumenbüschel, welche bald nachdem die Blattet abgefallen sind, zum Vorschein kommen , besetzen alleAeste in gleicher Menge, daher inan bey einem erwachsenen Baum mit einer vollkommenen Krone die Anzahl der Blumen überhaupt wohl ungefehrüber zwo Millionen schätzen kann. Diese Blumenhaben einen kleinen, bleibendcii, glockenförmigen, ander M'mdung in fünf Abschnitte gespaltenen Kelch;fünf länglichteyrunde, hohle, flach ausgebreitete Blu-> inenblattlein, welche mit ihrer Basis in eine glccken-förinige Röhre zusainmengcwachsen sind , die nur f» lang ist, als der Kelch; fünf pfrieiyenförmige, Ziem-lich dicke Staubfaden, die so laug als die Blumeti- blättleui, und unten in eine kurze Röhre zustimmen«gewachsenst«-, und sehr große, länglich«, und nach

* £ allen