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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
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219
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i7Z. Gatt. Cacaobauni. 'tkeodroms. 219

Jahre kommen, abzubrechen pflegen, theils damit sich die @4^,Baume nicht allzufrüh und zu sehr entkräften, theils damit h^ine»sie in Zukunft desto größere und besscreFrüchte bekommen *1.

Die Frau MeriaNlN sagt, daß diese Bäume so hochwerden, als Apfelbäuin:; und daß ihre reife Früchteciuc citronengelbe Farbe haben. In Ansehung des letz»kern aber, können merkliche Verschiedenheiten Statt ha»bei,; denn Hermanns) berichtet, daß es viererlei) Ca,caobäuine in Westiiidie» gebe, die zwar meistens in An»schling der Grösse, aber auch in der Farbe ihrer FrüchteVon einander unterschieden seyen. Eben so kommennach Gedssl'hys Bericht auch in den Kramladen Vierer»ley Sorten von Cacaonüflen vor, die in Ansehung ih»rcs Vaterlandes, der Größe und andern Eigenschaftenverschieden sind: nämlich: 1.) große und kleine Cacao»nüsse, von Nicaragua, welche zwar trockener, aber voneincin angenehmern Geschmack; und 2.) große undkleine von den Inseln, welche fetter, aber dein Geschma-cke nach nicht so angenehm sind. Die großen von Ri»caragua halt man insgemein vor die besten, und diekleinen von den Insel» vor die schlechtesten.

Zu vollständigerer Kenntniß dieses merkwürdigenBaumes, wollen wir norh beysetzeir, was Herr AacstUlNvon demselben in Martinique beobachtet hak. ,, In Martinique, sagt er, gibt es zwcyerley Sorten von Cacavbäumen, wo es anders nicht vielleicht vcrschicdneArten sind; sie unterscheiden sich aber bloß durch dieäussere Gestalt ihrer Früchte. Die erste Sorte, wel-sche daselbst einheimisch seyn soll, trägt eyrund- läng-

lichte

*) Nach seiner auf Beobachtungen gegründetenRechnung kann ein guter und vollkommenerBaum zuweilen bey einer einzigen Lese, die dasJahr zwey bis dreymal wiederhohlt wird, zehrnbis zwölf Pfund Cacaobehncn gebe».