222 Zwote Classe. Sechzehenter Abschnitt.
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bäum.
„von zu Grunde. Seine Hauptwurzel, welche zwat„viele Fasern, aber fast keine Nebenwurzcln hat, undauch nicht sonderlich dick ist, laufet gerade unterwärts;„und wenn ihr daher eine Hinderniß im Weg liegt,„und sie nöthiget sich zurück zu biegen, so leidet dek„Baum Noth, kränkelt, und verdirbt gemeiniglich.Man muß ihn daher in einem fetten und fruchtbar
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„ren Boden pflanzen, wo er drey Schuh tief in der„Erde stehen kann, und auch vor den Winden gesichert„ist. Epi jeglicher Baum gibt gemeiniglich i» einem„Jahr zwey oder höchstens drey Pfund Saainen. Dit„Saamen von der cajennischcil Sorte werden von den,, Einwohnern für viel schlechter geachtet, als die einhei-„ mischen; die letztere Sorte aber ist gegenwärtig ziemlich„rar, indem im Jahr 1727. alle einheimische Cacao»„bäuine in Martinique und auf den benachbarten Jü-„scln durch eine iiiigewöhiilichc Seuche, deren Ursache„nicht zu erkläre» war, «uf einmal krank wurden, und„zu Grund qicnqen, da inzwischen alle übrige Pflanzen„von dem Verderben gänzlich frey blieben. Von selb!»„ ger Zeit an, konnte man sie kaum mehr ziehen und„fortpflanzen, und führte daher an ihrer Stakt mit best„screin Erfolge die rayennische Sorte ein. Ueberhaupt„ ist inzwischen die Pflanzung des Baums auf diesen In«„seln so in Abgang gekommen, daß inan nur so viele„Saamen bekommt, alk daselbst von den Einwohnern scl-„ ber verbraucht werden; an welchem unter andern haupt-sächlich der Coffcc Schuld ist, welchen die Einwohner„um deswillen lieber bauen, weil sie eine gewissere,, Erndte von ihm zu hoffe» haben. „
Di« Saamen der Cacaofrüchte heißen insgemeinbey lins Cacaonüffe oder Cacaobohnen, und werden inAmerika und Europa am häufigsten zur Verfertigungdes bekannten und angenchinen Confekts, der (£s)OCt>(st>de , gebraucht. Aus der Chvcolade, in deren Zusam-mensetzung, auffer dem Zucker und den CaeavbohneN,woraus sie vornamlich bestehen soll, insgemein auch noch
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