298 Zwote Classe. Achtzehnter Abschnitt.
Eiche» Diese Eiche wird von den Franzosen Veuts
oder Chene verd, wie auch von den Holländern,Groen-Eik , die grüne Elche; von dciz, SpaniernEN2IN3, und Von den Jkaliänern Elics gencnnet. Inden meisten Gegenden von Teutschland kommt sie, we-nigstens so lange 6c noch jung ist, in freyer Luft nichtleichtlich fort, und erfordert eine warme und bedeckte La-ge ; in den südlichen Gegenden von Europa aber, inItalien und Spanien, und in Frankreich in der Proven-ce und in Langnedoc, wächset sie häufig wild. IhrStamm erreicht, wiewohl etwas langsam, eine beträcht-liche Hohe und Dicke, und hat ein schweres, hartes undnicht leicht verfaulendes Holz, und eine glatte Rinde,durch welche ste fich vvrnamlich von der folgende» Artoder dem KobkbllUMe unterscheidet. Ihre Blätterbleiben das ganze Jahr hindurch grün; und find nichtnur Von verschiedener Größe, sondern auch von verschie-dener Gestalt. Einige Sorten dieses Baums nämlich ha-ben breite, andere schmale Blätter; bey einigen sind sieam Rande ganz glatt, bey andern aber sägcnarkig ge-zähnt; und die sägcnartige Zahne endigen sich bisweilenmit langen Spitzen oder Stacheln. Ja man trift sehr oftdergleichen Bäume an, deren Blätter an den unter» Zie-sten sägenartige Zähne und Stacheln haben; an denobern Zweigen aber ganz ungezähnt und am Rande ganzglatt find. Diese Blätter sind m>te» am Stiel a>n brei-testen', werden alsdann stnstenweisc schmäler, und en-digen fich zuletzt in eine schmale Spitze; sie find aufder obern Flache dunkelgrün und glatt, auf der unternaber stark geädert, und mit einer weißlichtcn oder brau-nen Wolle bekleidet. Die Eicheln dieses BaumS sindebenfalls von verschiedener Größe, und bald länglichter,bald runder; in Spanien bringt man sie zu Markte,und ißt sie wie Castanien und Haselnüsse. An den al-ten Bäumen von dieser Art haben die Blätter fast durch-gängig einen glatten Rand. Ihr Holz wird nickt nurauf dem Heerd und zu Kohlen; sondern auch zum Schif-ten