Band 
Erster Theil.
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Einleitung . 35

aenschaftliche Beobachtungen gerichtet war. Das treusteSittengemählde ist das, wodurch man die Verhältnisse derMenschen am besten kennen lernt. Der Charakter einerwilden oder cultivirten Natur zeigt sich theils in denHindernissen, die der Reisende -findet, theils in den Em-pfindungen, die er in sich aufgeregt fühlt. Er seihst istes, den man unaufhörlich mit den Gegenständen, die ihnumgehen, in Berührung sehen will, und je mehr seineLandschaft-und Sittengemählde Localton haben, je stär-ker diese Teinte ist, desto mehr ziehen sie uns an. Hierinliegt der Grund des grofsen Interesses, das die Geschich-te jener ersten Schifi'fahrer einflöfst, die weniger durchWissenschaft, als edle Unerschrockenheit geleitet, in be-ständigem Kampfe mit den Elementen, in unbekanntenMeeren eine neue Welt aufsuchten. Das ist der unwider-stehliche Reiz, der uns an das Schicksal des unterneh-menden Mungo Pari ;, und an seine Reisen in das innereAfrica kettet, wo er allein, aber stark durch seinen Wil-len und seinen Enthusiasmus, mitten unter der Barbareyder Völker, die Spuren einer alten Civilisation zu ent-decken suchte.

Die ältern Reisebeschreibungen aus den vorigen Jahr-hunderten zeichnen sich durch eine grofse Einheit derDarstellung und Naivetät des Vortrages aus. Beydesmufste indessen zum Theil verloren gehen, je unterrich-teter die Reisenden wurden, und je mehr naturhistorische,