Band 
Erster Theil.
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Buch I.

Wenn man die Geschwindigkeit der Wassertheilchen,die in verschiedenen Parallelen wegen der Axe-Unulre-hung der Erde veränderlich sind, in Betrachtung zieht,so könnte man versucht seyn, anzunehmen, dafs iedeStrömung, die von Süden nach Korden geht, zugleicheine Tendenz nach Osten hahen müsste, während dievon dem Pole nach dem Aetpiator strömenden Fluthenzugleich westwärts abweichen müssten. Man könnteauch vermuthen, dafs diese Tendenzen bis auf einen ge-wissen Punkt die Geschwindigkeit der Aetjuinoktialströ-mung vermindern müssten, so wie sie die Richtung derPolarslrömung verändern, die in den Monaten Julius undAugust, während dem Schmelzen desEises, sich regelmäfsigin der Parallele der Bank von Neufundland und weiternördlich einstellh Sehr alte nautische Beobachtunffen,die ich Gelegenheit hatte, zu bestätigen, indem ich diedurch das Chronometer gegebene Länge mit der von denSchifffahrern durch Schätzung erhaltenen verglich, sinddiesen theoretischen Ideen entgegen. In beyden Hemi-sphären weichen die Polarströmungen, wenn sie sich ein-stellen , dann östlich ab ; und wir sind der Meinung, dafsman die Ursache dieses Phänomens in der Beständigkeitder Westwinde suchen mufs , die in hohen Breiten herr-schen. Uebrigens bewegen sich die Wasserlheilchen nichtmit der nämlichen Geschwindigkeit, wie die Theilchender Luft, und die Strömungen, die wir als die schnell-sten ansehen mussten, haben nur eine Geschwindigkeitvon 8 — g Fufs in der Secunde; es ist deswegen sehr

Tiefe untersanhen. 'Baume untersuchte das Meerwasser, welches Pa-ges in verschiednen Parallelen genommen hatte ; er fand das Wasservon i° 16' Breite um ein halbes Hunderttheil weniger gesalzen, alsdas von ü5° und 4o 0 Breite. (Kirwan , Geol. Essays, p. 35o.Pages, Voyage autour du monde, T. II. j>. 6. u. 2^5. '