Band 
Erster Theil.
Seite
106
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io6

Buch r.

Juny befanden wir uns in 34 ° 36 ' nördlicher Breite mit-ten unter einer Monge von Betten solcher Strömungen.W ir konnten ihre Richtung mit dem Cornpafs bestimmen;einige gingen nach Word-Ost, andere nach Ost-Nord-Ost, ohngeachtet die allgemeine Bewegung des Oceans,wie sie aus der Verbleichung- der Schätzung und derchronologischen Länge hervorging, fortfuhr, südöstlichzu seyn. Es ist nicht selten, eine Masse unbewegten Was-sers zu sehen, die durch Streifen von Wasser durchzo- (gen wird, welche in verschiednen Richtungen laufen:man ltann dieses Phänomen täglich an der Oberfläche un-serer Seen beobachten; aber seltner sind partielle Bewe-gungen , die durch locale Ursachen in kleinen PortionenWassers mitten in dem Meerstrom.hervorgebracht werden,welcher einen,ungeheuren Raum einnimmt, und der sichin einer sich gleich bleibenden Richtung, wenn gleichmit unbeträchtlicher Geschwindigkeit, bewegt. Bey demConflict der Strömungen, so wie bey her Oscillation derWellen, wird unsere Einbildungkraft von diesen Bewe-gungen in Erstaunen gesetzt, die sich zu durchdringenscheinen, und von denen der Ocean beständig in Unruheversetzt wird.

Wir schifften an dem Cap St. Vincent, welches vonbasaltischer Formation ist, in mehr als 80 Meilen Ent-fernung vorbey. Man sieht es nimmer genau, wenn manüber i 5 Meilen entfernt ist; aber der Granitberg, derden Namen la Foya de Monchicjue führt, und neben demCap liegt, wird nach der Behauptung der Schifffahrcrbis auf 26 Meilen vom Meer aus gesehen. *) Wenn diesrichtig ist, so hat die Foya eine Erhöhung von 70a Toi-sen Ci 363 "’); sie ist folglich 116 Toisen (*25“') höher als

Elementar de Nävegacion de Don Dionisio Macarte, p. 47 - Bor-

da, Foyage de la Flore, Vol. I, p. 39. Planche II. Link et BoJ-

mannsegg, Foyage en Portugal -, T. II, p. 128, T. III, p. 323 .