Band 
Erster Theil.
Seite
111
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li a p i t e l I.

ITT

Einfiufs, den der Ort. das Klima und die Jahreszeit aufdie Sternsc! ;ppen zu haben scheint, unterscheidet dieseKlasse von Meteoren von denen, die den Aerolitbcn ihreEntstehung- geben, und die siel» wahrscheinlich außerhalbder Grenzen unserer Atmosphäre befinden. Nach dencorrcspondirenden Beobachtungen der HH. Bemenbergund Brandes*') hallen viele Slernschnppen, die man in Eu-ropa sah, nur 3 o,ooo Toisen Höhe. Man hat seihst einegemessen, deren Höhe nicht über 14,000 Toisen oder fünfSeemeilen betrug. Diese Messungen, deren Resultate nurAnnäherungen gehen können, verdienten wiederholt zuwerden. In den heifsen Klimaten, besonders unter denWendekreisen, lassen die Sternschuppen häufig einenSchweif hinter sich, der 12 bis i 5 Sekunden lang leuch-tend bleibt; andre Male scheinen sie zu platzen, indem siesich in mehrere Funken theilen, und in der Regel sindsie viel niederer als im Norden Europas . Man sieht sienur bey einem heitern blauen Himmel, vielleicht hatman sie noch nie unter einer Wolke bemerkt. Oft ha-ben die Sternschuppen wahrend einiger Stunden einer-ley Richtung, und diese ist dann die des Windes. **) lndem Meerbusen von Neapel haben wir, Hr. Gay-Bus-sac und ich, leuchtende Erscheinungen beobachtet, diedenen sehr ähnlich sind, welche während eines langenAufenthalts in Mexico und Quito meine Aufmerksamkeitauf sich hefteten. Diese Meteore erhalten vielleicht durchdie Natur des Rodens und der Luft eine besondere Mo-difikation, so wie dies mit den Erscheinungen der Spieg-

*) Gilbert Annalen der Physik, Bd.XII, p. 386.

**) Dies ist das Resultat der zahlreichen ..Beobachtungen des Hin.AragOy welcher, bey der Verlängerung des Meridians in Spanien , aufdem Tosal d’Encanade , einem Berg im Königreich Valencia , dieRichtung dieser Meteore ganze Nachte durch verfolgen konnte.