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Buch 1.
Wir haben in der Cordillere der Anden beobach-tet, dafs die kegelförmigen Berge, wie der Cotopaxi undder Tungurahua viel häufiger von Wolken entblüfst erschei-nen, als die Berge, deren Kamm von vielen kleinen Un-ebenheiten gefurcht ist, wie der Antisana und der Pi-chincba; aber der Pic von Teneriffa ist trotz seiner py-ramidalen Form einen grofsen Theil des Jahrs über vonDünsten umhüllt, und man kann oft mehrere Wochenauf der Rhede von Sainte croix bleiben, ohne ihn eineinziges Mal zu sehen. Seine Lage, westwärts von ei-nem grofsen Continent, und isolirt in der Mitte derMeere, ist ohne Zweifel die Ursache dieser Erschei-nung. Die Schifffahrer wissen sehr wohl, dafs selbstdie kleinsten und von den Bergen am meisten entblöfs-ten Inselchen die Wolken über sich versammeln und zu-rückhalten. Ueberdies ist die Abnahme der Wärme ver-schieden über den Ebnen Afrikas und über der Oberflä-che des Oceans;*) und die Luftschichten, welche durch dieregehnäfsigen Winde hergetrieben werden, erkälten sichin dem Maas , als sie gegen Westen kommen. Wenn dieLuft über dem brennenden Sand der Wüste von einer aus-serordentlichen Trockenheit war, so sätig^e sie sichschnell, sobald sie mit der Oberfläche des Meers, odermit der Luft, welche diese bedeckt, in Berührung trat.Man sieht daher leicht ein, warum die Dünste solcheratmosphärischen Schichten sichtbar werden, die, entferntvon dem Continent, nimmer die Temperatur haben, inwelcher sie sich mit vV asser gesättigt hatten. Endlich rnufsdie bedeutende Alasse eines Bergs, der sich mitten imatlantischen Ocean erhebt, den W olken ein Hindernifsentgegensetzen, welche die Winde in die offene Seetreiben.
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) Obi. astr. T. I, 126.