Band 
Erster Theil.
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145
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Kapitel II. 145

Wir warteten lange und mit Ungeduld auf dieErlaubnifsdes Gouverneurs des Platzes, um ans Land steigen zu dürfen.Ich wandte diese Mufse zu den nüthigenBeobachtungen an,um die geographische Länge des Hafendamms von Sainte-Croix und die Neigung der Magnetnadel zu bestimmen. DasChronometer von Louis Berthoud gab fürdie erste 18 0 33 'io", welcheLageum 3 bis 4 Minuten des Kreisbogens von der-jenigen abweicht, die aus den alten Beobachtungen von Fleu-rieu, Pingre , Borda, Vanconver und la Peyrouse hervor-geht. Herr Quenot hatte indessen auch 18 0 33 ' 36 ", undder unglückliche Oapitän Bligh 18 0 34' 20" erhalten. DieGenauigkeit meines Resultats wurde drey Jahre später durchdie Reise des Chevalier Krasenstern bestätigt, auf welcherer Sainte-Croix 16 0 12' 45 " westlich von Greenwich , undfolglich i 8 ° 33 " o" westlich von Paris fand. Diese Thatsa-chen beweisen, dafs die von dem Kapitän Cool für Tene-riffa und für das Vorgebirg der guten Hoffnung angegebe-nen Längen viel zu westlich sind. *) Der nämliche Schiff-fahrer hatte die Neigung der Magnetnadel im Jahr 1799 zu61 0 52 ' gefunden. Hr. Bonpland und ich beobachteten siezu 62° 24', welches Resultat mit demjenigen übereinstimmt,das Hr. v. Piosse/ , auf der Reise von d’Entrecasteaux, imJahr 179), erhielt.**) Die Abweichung der Magnetnadelvarirt um mehrere Grade, je nachdem man sie auf demDamm, oder auf mehreren Punkten nördlich, der Küste ent-lang, beobachtet, und man kann über diese Veränderungenan einem von vulkanischen Felsen umgebenen Ort nicht er-staunt seyn. Ich beobachtete mit Hrn. Gay-Lussac , dafsan dem Abhang des Vesuvs und im Innern seines Kraters

*) Galeano, Viage al Magellanes , p. 8. KrtJsenstern, Reise um dieWelt, Th. I, S. 78. und meine Obs. astr. T. I, p. XXXVI u. p. 27.u. 33 .

**) Voyage a la recherche de La Peyrousse, T. II, p. 291.jilex.v. Hiunboldtshist. Reise. I.

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