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Kapitel IL
gasförmigen Verbindungen*) angeschwängert ist^ welchedie thierischen und vegetabilischen Substanzen und dasErdreich, als Produkt ihrer Zersetzung, beständig in dieAtmosphäre ausströmen. Miasmen, welche der chemi-schen Analyse entgehen, wirken mächtig auf unsere Or-gane, besonders wenn diese letztem lange Zeit nicht dienämliche Art von Reizung erlitten haben.
Sainte-Croix auf Teneriffa , das Anaza der Guanen,ist eine ziemlich schöne Stadt, deren Bevölkerung sichauf acht tausend Seelen beläuft. Es fiel mir daselbst nichtjene grofse Menge von Mönchen und Weltgeistlichen auf,welche die Reisenden in allen, Spanien unterworfenen,Ländern zu finden sich verbunden halten. Ich werde michnicht dabey aufhalten, die Rirchen, die Bibliothek derDominikaner , welche sich kaum auf einige hundert Bän*de beläuft, den Damm, auf dem sich die Einwohner desAbends versammeln, um frische Luft zu schöpfen, undjenes berühmte Denkmal von cararischem Marmor zu be-schreiben, welches eine Höhe von dreyfsig Pufs hat, undder Mutter Gottes von Caudelaria, zum Andenken ihrerwundervollen Erscheinung im Jahr i3g2 zuChiinisay, nahebey Guimar , geweiht ist. Der Häfen von Sainte-Croix kannals eine grofse Garavanen-Herberge betrachtet werden, wel-che auf dom Weg nach Amerika und Ostindien liegt.Fast alle Reisebeschreibungen beginnen mit einer Beschrei-bung von Madera und Teneriffa ; und wenn die physi-sche Geschichte dieser Inseln noch ein unermefslichesFeld von Nachforschungen darbietet, so mufs man zuge-ben, dafs die Topographie der kleinen Städte Funchal ,Sainte-Croix, Laguna und Orotava wenig zu wünschenübrig lässt. **)
*) Nouv.-Esp. T. II, p. 787.
’*) Borda, Voyage de la Flore , T. I, p. 86. Viera, Noticias hist•-