Band 
Erster Theil.
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Buch I.

Die Empfehlungen vom Hof zu Madrid verschaff-ten uns auf den canarischen Inseln, so wie in allen an-dern spanischen Besitzungen die Befriedigendste Aufnah-me. Der General-Capitän liefs uns sogleich die Erlaul.-nifs, die Insel zu durchreisen, ausfertigen. Der OhristArmiatga , Chef eines Infanterie-Regiments, logirte unsbey sich und überhäufte uns mit Artigkeiten. Wir konn-ten. in seinem Garten den Bananenbaum, die Papaya, diePoinciana pulcherrima und andere Gewächse, welche infreyer Luft gezogen waren, und die wir bisher nur inGewächshäusern gesehen hatten, nicht genugsam bewun-dern. Das Klima der canarischen Inseln ist indefs nichtbeifs genug, um den ächten Platano arton , mit drcyek-kiger Frucht, von 7 bis 8 Zoll Länge, die eine mittlereTemperatur von 24 Centesimalgraden erfordert, und nichteinmal in dem Thal von Caracas fortkommt, zur Reifezu bringen. Die Bananen von Teneriffa sind diejenigen,welche die spanischen Colonisten mit dem Namen Cam-buris oder Ginneos un&Dominicos bezeichnen. Der Cam-buri, welcher am mindesten von der Kälte leidet, wird selbstmit Erfolg zu Malaga * *) gebaut; aber die Früchte, welcheman von Zeit zu Zeit zu Cadix sieht, kommen von dencanarischen Inseln, auf Schiffen, welche die Fahrt in 3bis 4 Tagen machen. Im Allgemeinen varirt die Musa,die von allen Völkern der heißen Zone gekannt ist, unddie man bis jetzt nirgends wild fand, in ihren Früch-ten, wie unsere Aepfel- und Birnenbäume. Diese Va-rietäten,**) welche die meisten Naturforscher verwechseln,

ricas, T. II, p. 1 34 . Bory de St. Vincent, Essai sur l es lies Bot.tunees, p. 200. Ledru, Voyage aux lies de Tenerijfe et de Por-lorico, T. I, p. 5 -'. Milhert, Voyage piltoresque ä i’Ile de France,T. I, p. 9. Voyage de Macartney, T. I, p. 74 .

*) Die mittlere Temperatur dieser Stadt ist nur 18 0 .

**) Nbue.-Esp. T. II, p. 36 s.