Band 
Erster Theil.
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151
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II

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Kapitel II. I51

vermehren. Diese Laslthiere, so wie die Pferde, wur-den im i5ten Jahrhundert durch die erobernden Norr-inänner in den canarischen Inseln eingeführt. Die Gua-nen kannten sie nicht, und diese Thatsache scheint sichsehr leicht aus der Schwierigkeit erklären zu lassen,welche der Transport eines so starken Tliieres auf schwa-chen Kähnen hat, ohne dafs es deswegen nüthig ist, dieGuanen als den Ueberrest der Völker der Atlantis, oderals eine von den westlichen Afrikanern verschiedne Rage zubetrachten.

Der Hügel, auf welchem die Stadt St. Christohalvon Laguna liegt, gehört zu dem System jener Basaltgebir-ge, die, unabhängig von dem System der jungem vulka-nischen Gebirgsarten, einen Breiten-Gürtel um den Pic vonTeneriffa bilden. Der Basalt, auf dem wir .gingen, warschwärzlich-braun, compakt, hall» verwittert und gabbeyni Anhauchen einen Thangeruch von. sich. Wir fan-den darin Amphibole, Olivin *) und durchscheinendePyroxene **) von vollkommen blättrigem Bruch, von ei-nem blasson Olivengrün, und häufig in sechsseitigen Säu-len crystallisirt. Die erste dieser Substanzen ist auf Te-neriffa sehr selten; auch in den Laven des Vesuvs fand ichsie nie; nur jene des Aetna enthalten sie häufig. Ungeachtetder grofsen Menge von Felsstücken, bey welchen wir uns zurgröbsten Langenweilo unsrer Wegweiser aufhielten, um siezu zerschlagen, konnten wir weder Nephelin, noch Leu-zit***)noch Feldspath entdecken. Dieser letztere, der so häufigsich in den basaltischen Laven der Insel Iscliia vorfindet, er-scheint nur dann auf Teneriffa , wenn man sich dem Vulkanselbst nähert. Der Felsen von Laguna ist nicht in Säulen ge-

*) Peridot granuliformc, TIauy.

*’) Amphigene, Hauy.

***) Augit, Werner.