Band 
Erster Theil.
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Buch I.

Hauptnahrung dieses Volks, über dessen Ursprung manso viel systematisch geträumt hat. Diese Nahrungmittel zei-gen hinlänglich, dafs die Guanen zu den Völkern des altenContinents, vielleicht seihst zu der caucasischen Rage gehör-ten, und nicht, wie die übrigen Atlanten,*) zu den Be-wohnern der neuen Welt; denn 8 diese letztem kannten vorder Ankunft der Europäer, weder Getreide, noch Milch,noch Käse.

Eine grofse Anzahl Kapellen, welche die Spanier Er-mitas nennen, umgehen die Stadt Laguna. Beschattetvon immer grünen Bäumen und auf kleine Erhöhungengebaut, verstärken diese Kapellen hier wie überall, diepittoreske Wirkung der Landschaft. Das Innere derStadt entspricht nicht ihrem Aeufsern. Die Häuser sindvon einer festen, aber sehr alten Bauart, und die Stras-sen erscheinen verödet. Ein Botaniker darf sich überdieses Alter der Gebäude nicht beklagen. Die Dächerund die Mauern sind mit Sempervivam canariense undmit jener schönen Tricliomanes bedeckt, von welcheralle Reisende gesprochen haben: häufige Nebel ernäh-ren diese Pflanzen.

Herr Anderson, der Naturalist von der dritten Rei-se des Kapitäns Cook, räth den Aerzten Europas , ihreKranken auf die Insel Teneriffa zu schicken; ohne Zwei-fel nicht aus Gründen, die einige Kunstverwandte bewe-gen, den entferntesten Bädern den Vorzug zu geben,sondern wegen der außerordentlichen Milde und Gleich-förmigkeit des Klimas der canarischen Inseln. Der Bo-

*) Ohne mich hier in einffcUntcrsuchung über das Daseyn der A'.l&ntiseinzulassen, will ich nur an die Meinung von Diodorus siculus erin-nern, nach welcher die Atlanten den Gebrauch des Getreides nichtbannten, weil sie von dem übrigen Menschengeschlecht getrenntworden sind , ehe diese Grasarten gebaut wurden. Diod. SicuLT. III, p. Wessel. i3o.