Band 
Erster Theil.
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Buch I.

dert habe, bekenne ich, nirgends ein mannigfaltigeres,anziehenderes und in der Vertheilung der Massen vonGrün und Felsen harmonischeres Gemälde gesehen zuhaben.

Die Küste der See ist mit Dattel- und Cocosbäumengeschmückt. Höher oben contrastiren Gruppen von Mu-sa mit Drachenbäumen, deren Stamm man mit Rechtdem Körper einer Schlange verglichen hat. Die Abhän-ge sind mit Reben bepflanzt, welche ihre Ranken anhohen Geländern ausbreiten. Orangenbäume, mit Blu-men beladen, Myrrthen und Cyjxressen umgeben dieKapellen, welche die Frömmigkeit auf einzeln stehen-den Hügeln errichtet hat. Ueberall sind die Grundstük-ke durch Hecken von Agava und Cactus von einandergeschieden. Eine unzählige Menge von ciyptogamischenPflanzen, besonders von Farrenkräutern, bedecken diedurch kleine Quellen eines klaren Wassers befeuchteten,Mauern. Im Winter, während der Vulkan mit Schneeund Eis bedeckt ist, geniefst man in dieser Gegend ei-nes beständigen Frühlings. Im Sommer verbreiten dieSeewinde am Abend eine sanfte Kühlung. Die Bevölke-rung dieser Küste ist sehr bedeutend, und scheint es nochmehr zu seyn, weil die Häuser und Gärten von einan-der entfernt sind, wodurch die Schönheit der Gegendnoch vermehrt wird. Unglücklicherweise entspricht derWohlstand der Einwohner weder den Anstrengungen ih-res Fleifses, noch den Vortheilen, womit die Natur dieseGegend überhäuft zu haben scheint. Diejenigen, welchedas Feld bebauen, sind im Allgemeinen nicht die Eigen-thümer: die Frucht ihrer Arbeit gehört dem Adel, unddie nämlichen Fendalrcchte, welche so lange das Elendüber ganz Europa vei'breitelen, hindern noch das Glückdes V olkes auf den canarischen Inseln.

Von Tegueste und Tacoronle bis in das Dorf San

Juan