Band 
Erster Theil.
Seite
162
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B u c h /.

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sehen Kolonien beysammen; sie machen einen widerli-chen Kontrast mit den Empfindungen von Friede undRuhe, welche diese Gegenden einfiüfsen. Matanza be-• deutet Schlachtbank oder Blutbad, und das Wort alleinerinnert daran, um welchen Preis der Sieg erkauft wur-de. In der neuen Welt bezeichnet es gewöhnlich dieNiederlage der Eingebornen ; auf Teneriffa wurde dasDorf Matanza an einer Stelle *) gegründet, wo die Spa-nier von denselben Guanen besiegt wurden, die man baldnachher auf den Märkten Europas verkaufte.

Ehe wir Orotava erreichten, begaben wir uns in denbotanischen Garten, welcher nicht weit von dein Seeha-fen entfernt ist. Wir fanden daselbst Hrn. Legros, fran-zösischen Vice-Consul, welcher den Gipfel des Pies oftbesucht hatte , und für uns ein sehr schätzbarer Weg-weiser war. Er halte den Kapitän Bcaidiii auf einerReise nach den Antillen begleitet, welche viel zur Be-reicherung des botanischen Gartens von Paris beygetra-gen hat. Ein fürchterlicher Sturm, den Hr. Le TJrn inseiner Pieisebeschreibung nach Portorico näher beschrie-ben hat, nölhigte das Schilf, auf Teneriffa einzulaufen5die Schönheit des Klimas dieser Insel veranlasste Hrn.Le Gros _ sich daselbst niederzulassen. Er War es, welche?den Gelehrten Europas die ersten genauen Notizen überdie grofsn Seiten-Eruption des Pies gab, welche mansehr uneigentlich die Eruption des Vulkans von Chahorragenannt hat.**)

Die Errichtung eines botanischen Gartens aufTene-riffa ist ein sehr glücklicher Gedanke, wegen des dop-pelten Einflusses, welchen derselbe auf die Fortschritteder Botanik und auf die Einführung nützlicher Pflanzen

*) Das alte Acantcjo.

**) Den 8. Jun. 1798.