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Kapitel II.
in Europa haben kann. Die erste Idee dazu verdankt mandem Marquis de Nava, *) dessen Namen dem des HerrnPoivre an die Seite gesetzt zu werden verdient, und der,stets von der Liebe zum Guten geleitet, einen edeln Ge-brauch von seinem Vermögen gemacht hat. Mit unge-heuren Kosten gelangte er dahin, den Hügel von Du-rasno zu ebnen, der sich «mphitheatralisch erhebt, undwo die Pflanzungen im Jahr i 7 q 5 angefangen wurden.Hr. v. Nava dachte, die canarischen Inseln bieten durchdie Milde ihres Klimas und durch ihre geographische La-ge den geschicktesten Punkt dar, um die Produkte beyderIndien zu akklimatisiren, und um als Niederlage für diePflanzen zu dienen, welche sich nach und nach an diekältere Temperatur des südlichen Europas gewöhnen müs-sen. In der That können die Pflanzen von Asien , vonAfrika und von dem mittäglichen Amerika leicht in denGarten von Orotava gelangen, und um den Baum, wel-cher die Fieberrinde**) liefert, in Sicilien, in Portugal undin Granada einzuführen, sollte man ihn zuerst zu Du-rasno oder in Languna pflanzen, und sodann die Sprüfs-linge der canarischen Fieberrindenbäume nach Europa verpflanzen. In glücklichem Zeiten, wenn keine Seekrie-ge die Communicationen mehr hemmen werden, kann derGarten von Teneriffa auch für die grofse Zahl von Pflan-
*) Marquis de Villanueva del Prado .
**) Ich rede von den Arten von Fieberrinde, welche in Peru und imKönigreich Neu-Granada auf dem Rücken der Kordilleren, in ei-ner Höhe von 1000 his i 5 oo Toisen, an Stellen, wo sich dasThermometer den Tag über zwischen 9 bis 10° und während derNacht zwischen 5 bis 4 ° erhält, wachsen. Die orangenfarbige Fieber-rinde ( Cinchona laneijolia) ist viel weniger delikat, als die rothe(C. obtongifolia). Man sehe das Memoire über die Chinawälder, dasich im Jahr 1807, in dem Magazin der Naturkunde, Bd. I, p.118 bekannt gemach* habe.