169
Ji a p i l e l II.
telbäumen vermischt stehen. Man versicherte uns , dafsdiese letztem liier eben so wenige Früchte tragen, als aufdem festen Land, an den Küsten von Cumana. Unge-achtet wir durch die Erzählung so vieler Reisenden denDrachenbaum in dem Garten des Hrn. Frcinqui kannten,So wurden wir doch nichts desto weniger durch seineungeheure Gröfse in Erstaunen gesetzt. Man versichert,dafs der Stamm dieses Baums, der in mehrern sehr al-len Dokumenten als die Greif?.scheide eines Feldes er-wähnt wird, schon im löten Jahrhundert eben so unge-heuer war, als heut zu Tage. Seine Höhe schien uns5o bis Go Fufs zu betragen; sein Umfang in der Nähe derWurzeln beträgt 45 Fufs. Wir konnten ihn nicht höheroben .messen, aber Sir Georges Situation fand, dafs, inFufs über dem Boden, der Durchmesser des Stamms noch12 englische Fufs beträgt, und sehr gut mit der Versiclicrungvon Bordet übereinstimmt, welcher die mittlere Dicke 55Fufs 8 Zoll fand. Der Stamm thellt sich in eine grofseMenge von Aesten, welche sich in der Form eines Candela-bers erheben, und sich mit Büscheln von Blättern endigen,wie bey der Yucca, welche das Thal von Mexico ziert. DieseVertheilung gibt ihm ein ganz anderes Aussehen, alsdas der Palmbäume ist. *)
Unter den organisirten Wesen ist dieser Baum, neb;tder Adanson.ie oder dem Baobab, vom Senegal einer der äl-testen Bewohner unserer Erdkugel. Die Baobabs übertref-l'en übrigens noch die Stärke des Drachenbaums von VillaOrotava. .Mau kennt deren, welche nahe an der Wurzel04 Fufs Durchjnesser haben, ungeachtet ihre ganze Höhe
*) Ich thcille in dem pittoresken Alias, der diese Reisebeschreibungbegleitet ( 50 . Platte) die Gestalt des Drachenbaums von Franqui mit,nach einer Zeichnung, die, bey der Reise der IiH. Borda und Vcirc\Ja, im Jahr 1776, durch Ilrn. d'OzQime davon gemacht wurde.