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Buch I.
keinen einzigen Ausflufs von Lava, keinen einzigen Strombemerkte, dessen Grenzen bestimmt abgeschnitten gewesenwären. Bergslrome und Ueberschwemmungen veränderndie Oberfläche des Erdbodens 5 und wenn eine grofseZahl von Lava-Ergüssen sich vereinigt, und sich in eineEbene ergiefst, wie ich dies auf dem Yesuv, in demAtrio dei Cavcilli, sah*, so scheinen sie sich mit einan-der zu vermischen, und gewinnen das scheinbare Aus-sehen wahrer Schichten. Die Villa de Orotava kündigtsich durch den grofsen Ueberftufs von Wasser, welchesdurch die Hauptstrafsen fliefst, von ferne angenehm an.Die Quelle Agua mansa, in zwey grofse Behälter ge-fasst, bewegt mehrere Mühlen, und vertheilt sich sodannin die benachbarten mit Reben bepflanzten Abhänge.Man geniefst in der Villa eines noch frischem Klimasals im Hafen la Cruz, indem daselbst der Seewind vonMorgens 10 Uhr mit Stärke weht. Das Wasser, das ineiner hühern Temperatur in der Luft aufgelöst war,schlägt sich in Menge nieder, und macht das Klimasehr nebelig. Die Villa liegt ungefähr 160 Toisen ( 3 i 2 m )über der Oberfläche des Oceans, mithin 200 Toisen nie-derer als der Boden, auf welchem Laguna erbaut ist;auch beobachtet man, dafs die nämlichen Pflanzen einenMonat später an diesem letztem Ort blühen.
Orotava , das alle Taoro der Guanen, liegt an demsehr steilen Abhang eines Hügels: die Strafsen schienenuns sehr verlassen; die Häuser, von dauerhafter Bauart,aber von. düsterm Ansehen , gehören fast alle einem Adel,den man vielen Stolzes beschuldigt, und der sich selbstmit dem pomphaften Namen der Doxe casas bezeichnet.Wir gingen längs einer sehr hohen Wasserleitung hin,welche mit einer Menge Farrenkräuter bedeckt war. Wirbesuchten mehrere Gärten, in denen die Fruchtbäumedes nördlichen Europas mit Orangen-, Gi’anat- und Dat-