Kapitel 11,
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«us den Spalten der Caldera dringen, ist nicht grofs ge-nug, um den äufserst fein zertheilten Schwefel mit demSauerstoff der umgehenden Luft zu verbinden; nach derErfahrung, die ich eben über die Temperatur des Bo-dens angeführt habe, bann man annehmen, dafs die schvve-felige Säure sich in einer gewissen Tiefe*) bildet, und zwar inHühlungen, wo die äufsere Luft einen freyen Zugang hat.
Die Dünste von heilsem Wasser, welche an die zer-streuten Lavastücke der Caldera gelangen, verwandelneinige Partien in einen teigigen Zustand. Indem ich nachmeiner Ankunft in Amerika diese erdigen und zerreibli-chen Massen untersuchte, fand ich darin Crystalle vonschwefelsaurer Alaunerde. Die HH. Davy und Gay-Jjussac **) haben bereits die sinnreiche Idee ausgespro-chen, dafs zwey in hohem Grad brennbare Körper, dieMetalle des Natrum und des Kali, wahrscheinlich einewichtige Rolle in dem vulkanischen Prozefs spielen; nunfindet sich das Kali, welches zur Bildung des Alaunsnothwendig ist, nicht nur in dem Feldspat!), dem Glim-mer, dem Bimstein und dem Augit, sondern auch inden Obsidianen***) vor. Diese letztre Substanz ist aufTe-
*) Ein sonst selir genauer Beobachter, Hr. Breislack , versichert, {Geo-logia T. II, p. 232 ) dafs die Salzsäure in den Dünsten des Vesuvsimmer vorwaltc. Diese Aussage ist dem, was llr. Gay-Lus.sac undich, vor dem grofsen Ausbruch von i 8 o 5 , und während die Lavaaus dem Krater kam, beobachtet haben, zuwider. Der Geruch dersclnvefeligen Säure, der so leicht 1 zu erkennen ist, liefs sich ingrofscr Ferne empfinden; und als der Krater Schlacken auswarf,vermischte sich damit der Geruch von Bergöl.
**) Davy, on the Decomposition oj jixed alkaliesi Phil. Trans. 1808,
Pl.I, p.44.)
***) Collet Descotilsy in den Annales de Chi/nie , T.LIII, p. 260. lie-ber die Spuren des Kali im Augit, siehe Kalproth Beiträge, Bd. 5 .S. i 59, 162 und j66.