Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

beerbäumen trennen die Heiden von den mit Reben undFruchtbäumen bepflanzten Abhängen. Ein reicher Tep-pich von Grün erstreckt sich von der Ebene der Pfrie-men und von der Zone der Alpenpflanzen bis zu den Grup-pen von Datteln und Musa, deren Fufs der Ocean zubespühlen scheint. Ich kann hier nur die Hauptzügedieser botanischen Karte anzeigen, und werde in derFolge einige Details über die Geographie der Pflanzen derInsel TenerilFa angeben.

Die scheinbare Nähe, in welcher rpan von dem Gip-fel des Pies die Dörfer, die Weinberge und die Gärtender Küste sieht, wird durch die außerordentliche Durch-sichtigkeit der Atmosphäre vermehrt. Trotz der grofsenEntfernung unterschieden wir nicht nur die Häuser, dasSegelwerk der Schiffe und die Stämme der Bäume, wirsahen auch in sehr .lebhaften Farben die reiche Vegeta-tion der Ebenen prangen. Diese Erscheinungen sindnicht blos Folge der Höhe der Gegend; sie beweisenbesondere Modificationen der Luft in den warmen Kli-maten. In allen Zonen erscheint ein Gegenstand, wel-cher sich an der Oberfläche des Meers befindet, undsein Licht in horizontaler Richtung ausstrahlt, wenigerhell, als wenn man ihn von der Spitze eines Bergs sieht;wo die Dünste durch Luftschichten von abnehmenderDichtigkeit ankommen. Eben so auffallende Unterschie-de werden durch den Einflufs der Klimate hervorgebracht;die Oberfläche eines Sees oder eines breiten Flusses glänztweniger, wenn man sie bey gleicher Entfernung von demGipfel der hohen Schweizer-Alpen, als wenn man sievon dem hohen Gipfel der Cordilleren von Peru oder vonMexico sieht. Je reiner und heiterer die Luft ist, destovollkommener ist die Auflösung der Dünste, und destoweniger wird das Licht bey seinem Durchgänge geschwächt.Wenn man von der Seite der Südsee auf der Gebirgs-