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Buch I.
Winden getrieben wurden, das mannichfaltigste Schauspiel.Eine gleichförmige Schichte von Wolken, die nämliche,von der wir früher gesprochen haben und welche unsvon den niedern Gegenden der Insel trennte, war an meh-vern Stellen durch kleine Luftströme durchbrochen worden,welche die von der Sonne erhitzte Erde uns znschickte.D er Hafen von Orotava , die darin vor Anker liegenden Schif-fe, die Gärten und Weinberge, mit denen die Stadt umringtist, wurden durch eincOeffnung sichtbar, welche mit jedemAugenblick grufser fU werden schien. Von der Höhedieser einsamen Gegenden berührten unsre Blicke einebewohnte Welt; wir genossen den auffallenden Kontrast,den die entblöfsten Seiten des Pies, seine steilen, mitSchlacken bedeckten Abhänge, seine aller Vegetation be-raubten Ebenen mit dein lachenden Anblick bebauter Ge-genden machen; wir sahen die Pflanzen nach Zonen ge-ordnet, je nachdem die Wärme der Atmosphäre mit derHöhe der Lage abnimmt. Unter dem Piton fangen Liche-nen an, die verschlackten und auf der Oberfläche glänzen-den Laven zu bedecken; eine Veilchen-Art,*) verwandtder Viola Decnmbens , erhebt sich auf dem Abhang desVulkans bis auf 1740 Taisen Höhe; sie steigt nichtnur hö-her als die andern krautartigen Pflanzen , sondern auch alsdie Gräser, welche auf den Alpen und auf dem Rücken derCordilleren unmittelbar die cryptogamischen Pflanzen be-rühren. Büschel von Retama, mit Blumen beladen, zie-ren die kleinen Thäler, welche die Bergströme gegrabenhaben, und die durch die Wirkung der Seiten-Ausbrücheverschlossen sind; unter der Retama kommt die Region derFarrenkräuter, begrenzt durch die der baumartigen Hei-den. Wälder von Lorbern, von Rhamnus und von Erd-
') Viola Miranthifolia. Man sehe unsere Plantes equinosciales y ''f ol.1, p. 111. PI. XXXII.