Band 
Erster Theil.
Seite
209
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zog

Kapitel II.

ist, und sich von der arithmetischen oder harmonischenProgression entfernt, welche die angewandten Formelnvorausset/.en.

Wir konnten auf dem Gipfel des Pies die Farbe desazurnen Himmelgewölbes nicht genugsam bewundern.Ihre Intensität am Zenith schien uns 41 0 des Cynaome-ters zu entsprechen. Man weifs aus den Erfahrungenvon Saassare , dafs diese Intensität mit der vermindertenDichtigkeit der Luft zuniinmt, und dafs das nämliche In-strument zur nämlichen Zeit 3 f)° auf dem Priore vonChamouni und 40 0 auf dem Gipfel des Montblancs an-zeigte. Dieser letztere Berg ist 540 Toisen höher alsder Vulkan von Teneriffa ; und wenn man ungeachtetdieses Unterschieds daselbst den Himmel in einem weni-ger falben Blau erblickt, so mufs man diese Erscheinungder Trockenheit der afrikanischen Luft, und der Näheder heifsen Zone zuschreiben.

Wir sammelten von der Luft am Rand des Kraters,um sie während der Schifffahrt nach Amerika chemischzu untersuchen. Die Flasche blieb so gut verschlossen,dafs bey ihrer Eröffnung nach einem Zeitraum von zehnTagen das Wasser mit Gewalt hineindrang. MehrereVersuche, welche in der engen Röhre des Eudiometersvon Fonlana mittelst Salpetergas angestellt wurden, schie-nen zu beweisen, dafs die Luft des Kraters neun Hun-derttheile weniger Sauerstoff enthielt als die Luft desMeers; aber ich habe wenig Vertrauen zu diesem Resul-tat, das durch ein Mittel erhalten wurde, welches wir heut-zutage für ziemlich unzuverlässig ansehen. Der Kraterdes Pies hat so wenig Tiefe, und die Luft erneuert sichdarin mit solcher Heftigkeit, dafs es nicht wahrschein-lich ist, dafs die Menge von Stickstoff darin gröfser sey,als an den Küsten. Wir wissen überdies durch die Er-1 fahrungen der HH. Gay-Lmssac und Theodor v. Savssure ,

jiUx. v. Humboldts hist. Beise. I. t/

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