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dafs die Luft in den höchsten lind niedersten Rägioner»der Atmosphäre auf gleiche Art 0,21 Sauerstoff enthält. *)
Wir sahen auf dem Gipfel des Pies keine Spur vonPsora, Lecidea oder einer andern cryptogamischen Pflan-ze. Kein Insekt flog in den Lüften; man findet indes-sen einige Hymenopferen an die Massen von Schwefelgeklebt, .welcher mit schwefeliger Säure befeuchtet ist, unddie Oeffnung der Dampflöcher überzieht. Es sind diesBienen, welche durch die Blumen des Spartium mibi-genuin herhe^gezogen worden zu seyn scheinen, undwelche schiefe Winde in diese hohen Gegenden trieben,wie die Schmetterlinge, welche Hr. Puimond auf demGipfel des Mont-Perdu fand. Diese letztere gehen vorKälte zu Grunde, während die Bienen des Pies versengtwerden, wenn sie sich unvorsichtig den Oeffnungen nä-hern, bey denen sie Wärme suchen wollten.
Ung eachtet dieser Wärme, die man an dem Randdes Kraters in den Füfseri empfindet, bleibt doch derAschenkegel während mehrerer Wintcrmonate mit Schneebedeckt. Es ist wahrscheinlich, dafs sich unter der Schnee-decke grofse Gewölbe bilden, denen ähnlich, welche manunter den Gletschern der Schweiz findet, deren Temperaturbeständig geringer ist als die des Bodens, auf dem sie ruhen.**;)
*) Wahrend des Aufenthalts, den Hr. Gay-t,üssac und ich auf demHospiz des Mont-Cenis, im Monat März i8o5 machten, sammeltet!wir die Luft aus der Mitte einer sehr eiectrischen Wolke. Dies«Luft mit dem Eudiometer voh Volta untersucht, enthielt heineAWasserstoff, und ihre Reinheit differirte voft der Luft von Paris ,welche wir in hermetisch verschlossenen Flaschen mit uns genom-men hatten, nicht um 0,002 Sauerstoff. Ucber die Luft, welchein einer Höhe von 34o5 Toisfcn aufgefangen worden war, sehe manAnn. de Qhirhie , T« LII, p.qs.
**) Man sehe das vortreffliche Werk des Hrn. v. Stapfer^ Voya§epit•toresque de VOberland, p. 6i.