Buch I.
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Indem wir diese Lage durchschnitten , hatten wir Gele-genheit, eine Erscheinung zu beobachten, welche sichuns in der Folge oft auf dem Abhang der Cordillerendarbot. Kleine Luftzüge trieben Streifen yon W olken inentgegengesetzten Richtungen und mit verschiedner Schnel-ligkeit. Wir glaubten Streifen von Wasser zu sehen,welche «ich schnell und in jeder Richtung in der Mitteeiner grofsen Masse ruhenden Wassers bewegten. Die Ursa-chen dieser partiellen Bewegung der W r olken sind wahr-scheinlich sehr inannichfaltig; man kann sie suchen ent-weder in einem Stofs, welcher sehr weit herkommt, oderin kleinen Unebenheiten des Bodens, der mehr oder we-niger strahlende Wärme zurückwirft 5 dann auch in einemTemperatur-Unterschied, der durch irgend einen chemi-schen Pi’ozefs hervorgebracht wird, oder endlich in einerstarken elektrischen Ladung der bläschenförmigen Dünste.
Als wir uns der Stadt Orotava näherten, begegne-ten wir grofsen Zügen von Canarienvögeln. *) Diese Vo-gel, die in Europa so bekannt sind, waren ziemlichgleichförmig grün 5 einige hatten auf dem Rücken einegelbliche Färbung; ihr Gesang war der nämliche, wie je-ner der zahmen Canarienvögel; man beobachtet indessen,dafs diejenigen, welche auf der Insel Gran -Canaria undauf der kleinen Insel Monte-Clara, bey Lancex-ote, ge-fangen wurden, die stärkste und zugleich am meistenharmonische Stimme haben. Unter allen Zonen hat un-ter den Vögeln von einerley Art jede Bande ihre eigeneSprache. Die gelben Canarienvögel sind eine Varietät,die in Europa entstanden, ist; und die, welche wir inKäfigen zu Orotava und zu Sainte-Croix auf Teneriffa
*) Fringilla Canaria. La Caille erzählt ln iler Beschreihung derReise auf das Cap, dafs auf der Insel Salvages diese Singvogel sozahlreich sind, dafs man in einer gewissen Jahrszeit nicht gehenkann, ohne die Eycr zu zertreten.