Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

Die isolirten Vulkane bieten, auch in den entferntestenGegenden, Viele Aehnlichkeiten in ihrem Bau dar. Alle ha-ben auf grofsen Höhen bedeutende Ebenen, in derenMitte sich ein vollkommen zugerundeter Kegel erhebt.So erstrecken sich auf dem Cotopaxi die Ebenen vonSuniguaicu bis über die Maiterie von Pansache. Der stei-nige Gipfel des Antisana, mit ewigem Schnee bedeckt,bildet eine Insel, in der Mitte einer ungeheuren Platte,deren Oberfläche 12 Quadratmeilen betragt, und derenHöhe um zvveyhundert Toisen jene des Gipfels des Piesvon Teneriffa übertrifft. Auf dem Vesuv trennt sich ineiner Höhe von 370 Toisen der Kegel von der Ebene desAtrio dei CaY r alli. Der Pic von Teneriffa zeigt zYvcygrofse Platten, von denen die obere sehr klein ist, undsich in der Höhe des Aetna , unmittelbar am Fufs desPiton befindet, Yvährend die zYveytc, mit Sträuchen \ r onRetama (Spartium nubigemun) bedeckt, sich bis zu derEstancAa de los I/igleses erstreckt. Diese erhebt sich überdie Oberfläche desMeers fast so hoch als die Stadt Quito undder Gipfel des Libanon’s.

Je mehr ein Berg durch seinen Krater ausgeYvorfenhat, desto höher ist auch sein Aschenkegel im Verhältnif’szur perpendikulären Höhe des ganzen Vulkans. Nichtsist in dieser Beziehung auffallender, als der Dnterschied inder Struktur des Vesuvs, des Pies von Teneriffa und desPichincha. Ich Yvählte vorzugsweise diesen letztem Vulkan,Yveil sein Gipfel*) kaum in die untere Grenze des eYvigenSchnees hereinfällt. Der Kegel des Cotopaxi , dessenForm

*) Ich mafs den Gipfel des Pichincha, d. h. den mit Aschen bedeck-'“ten Hügel, oberhalb von dem Llano des Vulkans , nördlich vonAlto, de Chuquira. Dieser Hügel hat indessen nicht die regelmäfsi-ge Form eines Kegels. Bey dem Vesuv habe ich die mittlere Höhedes Zuckcrhuls angegeben, wegen des grofsen Unterschiedes in derHöhe der beydenfltanderdes Kraters.stlex.v. Humboldts hist. Heise. I. l5