Band 
Erster Theil.
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B n c h f.

Geologie am wenigsten unterrichteten Naturforschern auf-fallen mufs. Die grolse Gebirgsplatle der Pfricmenkräuterscheidet die schwarzen basaltischen Laven von erdigem An-sehen von den glas- und leidspalhartigen Laven, derenGrundlage Obsidian , Pechstein und Phonolit ist. DieseErscheinung ist um so merkwürdiger, als in Böhmen undin andern Theilen Europas, der Porphyrschiefer mitPhonolit - Grundlage *) auch die gewölbten Gipfel der Ba-saltberge bedeckt.

Wir haben schon weiter oben darauf aufmerksam ge-macht, dal’s von der Oberfläche des Meers bis Portillo oderdem Eingang der Ebene der Pliiemenkräuter, das beifstzwey Drittheile der ganzen Höhe des Vulkans, der Bodenso mit Pflanzen bedeckt ist, dafs es schwer wird, geologi-sche Beobachtungen zu machen. Die Lavastrüme, welcheman an dem Abhang von Monte-Verde, zwischen der schö-nen Quelle von Dornajito und Caravela entdeckt, bietenschwarze Massen dar, die von Verwitterung gelitten haben,bisweilen porös und mit sehr länglichen Blasenräumen.Die Grundlage dieser untern Laven ist vielmehr Wakke alsBasalt; wenn sie schwammig ist, ähnelt sie den Mandel-steinen**) von Frankfurt am Main ; ihr Bruch ist im All-gemeinen uneben, wo er muschelig ist; man kann anneh-men, dafs die Erkältung schneller war, und dafs die Masseeinem minder starken Druck ausgesetzt war. Diese Strö-me sind nicht in regelmäfsige Säulen, sondern in sehrdünne und in ihrer Neigung wenig regelmäfsige Schich-ten getheilt; sie enthalten vielen Olivin, kleine Körner vonMagnet-Eisenstein, und Augite, deren Farbe oft vomdunklen Lauchgrün ins Olivengrüne übergeht, und dieman versucht seyn könnte, für cfystallisirten oliyengrünen

*) Klingstein, Werner.

**) Wukkenartiger Mandelstein, der Steinlanle.