Bach I.
246
wie mit den Formen der Pflanzen und Thiere. Die Ban-de, welche diese Phänomene vereinigen, die Beziehun-gen, welche unter so verschiednen Formen organi-scher Wesen öxistiren, offenbaren sich nur dann, wennman gewohnt ist, die Erde im Ganzen zu betrachten,und wenn man mit einem Blick die Zusammensetzungder Gebirgsarten, die Kräfte welche sie verändern, unddie Produkte des Bodens in den entferntesten Gegendenumfasst.
Nachdem wir den Leser mit den vulkanischen Ma-terien der Insel Teneriffa bekannt gemacht haben, bleibtuns noch eine Frage zu beantworten übrig, welche mitden vorangegangenen Untersuchungen aufs Genaueste zu-sammenhängt , und welche in diesen letzten Zeiten dieMineralogen vielfältig beschäftigt hat. Enthält der Ar-chipel der canarischen Inseln eine Gebirgsart von primi-tiver oder secundärer Formation,' oder findet man da-selbst kein Produkt, das nicht durchs Feuer verändertwäre? Diese interessante Aufgabe wurde durch die Na-turforscher von der Expedition des Macartney und vondenjenigen untersucht, welche den Kapitän Bandin aufseiner Reise in die Südländer begleitet haben. Die Mei-nungen dieser ausgezeichneten Gelehrten sind einandergeradezu entgegengesetzt; und ein Widerspruch dieserArt ist um so auffallender, als liier nicht von einem je-ner geologischen Träume, welche man gewöhnlich Sy-steme nennt , sondern von einer ganz positiven und leichtzu erforschenden Thatsache die Rede ist.
Der Doctor Gillan glaubte, nach dem Bericht vonSir George Stannton, *) zwischen Laguna und dem Ha-fen von Orotava in sehr tiefen Schluchten Lagen vonUrgebirgsax’ten zu beobachten. Diese Versicherung, ob
*) Voyagc de Lord Mac ar tney, Tom.I, p. i3,