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Ich hörte zu Orotava die Frage erörtern, oh manannehmen könne, dafs in einer Reihe von Jahrhunder-ten der Krater 'des Pies wieder anfangen werde thätigzu seyn. Key einer so zweifelhaften Sache kann alleindie Analogie als Wegweiser dienen. Nun war nach demBericht von Braccini das Innere des Kraters vom Y r esuvim Jahr 1611 mit Gesträuch Ledeckt. Alles verkündigtedaseihst die grüfsle Ruhe, und doch warf zwanzig Jahrenachher der nämliche Schlund, der sich in ein beschat-tetes Thal umzuwandeln schien, Feuerbüscheln und ein»enorme Menge von Aschen aus. Der Vesuv wurde wie-der eben so thätig im Jahr 1 63 1, als er es im Jahr i 5 oogewesen war. Eben so wäre es möglich, dals der Kra-ter des Pies eines Tags eine andere Gestalt annähme. Erist eine Solfafrära, ähnlich der ruhigen Solfalara von Puz-•/.oli; aber sie befindet sich auf dem Gipfel eines nochjetzt brennenden Vulkans.
Die Ausbrüche des Pies waren seit zwey Jahrhun-derten sehr selten, und diese langen Zwischenzeiten vonRuhe scheinen sehr hohe Vulkane zu charakterisiren.Der kleinste unter allen, Stromboli, ist beynahe immer-während in Thätigkeit. Auf dem Vesuv sind die Aus-brüche schon seltner, ungeachtet sie noch viel häufigersind, als bey dem Aetna und dem Pic von Teneriffa . Diecolossalen Gipfel der Anden, der Cotopaxi und der Tun-gurahua, speyen kaum einmal in einem JahrhundertFeuer. Man könnte fast sagen, bey den brennenden Vulka-
überdies auf eine kleine Strecke Landes beschränkt. Man be-obachtet das nämliche auf der Insel llourbon und fast überall amFufs der brennenden Vulkane. In Neapel gehen die Erdcrschüt-terungen den Eruptionen des Vesuvs voran; sie hören auf, nach-dem die Lava durchgobrochen ist, und sie sind überhaupt sehrschwach im Vergleich mit denen, welche man an dem Abhangder Kalk--Apen. , iÜD'n empfindet.