Band 
Erster Theil.
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Hap i t e l II.

ne, deren Andenken die Geschichtschreiber der canarischenInseln seit der Mitte des löten Jahrhunderts aufbewahrthaben :

Jahr i558.

Den i5ten April wurde die Insel Teneriffa das er-stemal von der aus der Levante gebrachten Pest heim-gesucht. Ein Vulkan öffnet sich auf der Insel Palma,bey einer Quelle, in dem Partido de los jLlanos. EinBerg steigt aus der Erde empor; es bildet sich auf demGipfel ein Krater, welcher einen Lavastrom von iooToisen Breite und von mehr als ?5oo Toisen Länge ausspeyt. Die Lava strömt ins Meer, und indem sie die Tem-peratur des Wassers erhöht, zernichtet sie die Fische*)auf grofse Entfernungen hin im Umkreis.

Jahr 1646 .

Den i3ten November entsteht eine Oeffnung auf der ■Insel Palma bey Tigalate. Zwey andere bilden sich amUfer des Meers, Die aus diesen Oeffnungen fliefsendenLaven vertrocknen die berühmte Quelle von FoncalienteoderFuenle Santa, deren Mineralwasser Kranke, herbeyzo-gen, die selbst von Europa dahin kamen. Nach der Volkssagehörte die Eruption auf eine sonderbare Art auf. Das Bildunserer Lieben Frau vom Schnee zuSainte-Croix wurde andie Oeffnung des neuen Vulkans getragen, und sogleich fieleine so ungeheure Menge von Schnee, dafs das Feuer da-von erlosch. In den Anden von Quito glauben die Indierbemerkt zu haben, dafs die Menge von eindringendemSchneewasser die Thätigkeit der Vukane vermehre.

*) Diese nümticho Erscheinung hatte, im J(ih.r 18.11, hey den Aj».-ren Statt, als sich der Vulkan Sabrina iji Grund des Occans öff-nete. Das qalcinirte Skelett eines Hayfisches wurde in dem ijbcrschwemmten und erlo6chc-nen Krater gefunden,