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Buch I.
strecken sich noch weiter als bis in das Malpays. liebereinem durch die Hitze der afrikanischen Sonne verbrann-ten Boden bedeckt die Cladonia paschalis dürres Erd-reich: die Hirten legen oft Feuer an sie, das sich in be-trächtlichen Entfernungen verbreitet. Gegen den Gipfeldes Pies arbeiten die Urceolaria und andere Pflanzen vonder Familie derLichenen an der Zersetzung der verschlack-ten Materien. So erstreckt sich durch eine ununterbro-chene Thätigkeit der organischen Kräfte das Reich derFlora über die durch Vulkane verwüsteten Inseln.
Indem wir die verschiednen Zonen der VegetationTenerifla’s durchgehen, sehen wir, dafs die ganze Inselals ein Wald von Lorbern, Erdbeerbäumen und Fichtenbetrachtet werden kann, deren Saum die Menschen bisjetzt kaum urbar gemacht haben, und der in seinem Mit-telpunkt ein nacktes, felsiges, zum Anbau eben so wiezu Weiden ungeeignetes Erdreich einschliefst. Hr. Brous-sonet bemerkt, dafs man den Archipel der canarischenInseln in zwey Inselgruppen eintheilert kann. Die erstebegreift Lancerota und Fortaventura; die zweyte Tene-riffa, Canaria, Gomera, Ferro und Palma . Das Ausse-hen der Vegetation ist in diesen zwey Gruppen wesent-lich verschieden. Die östlichen Inseln, Lancerota undFortaventura, bieten grofse Ebenen und wenig hohe Ber-ge dar; man findet daselbst fast keine Quelle, und dieseInseln tragen noch mehr als die andern den Charaktervon Ländern an sich, welche vom Continent geschiedensind. Die Winde wehen daselbst in der nämljchen Rich-tung und in den nämlichen Zeiten: die Euphorbia mau-ritanica, die Atropa frutescens, der Sonchus arborescenswachsen daselbst in beweglichem Sand, und dienen, wiein Afrika , den Kameelen zur Nahrung. Die westliche Grup-pe der canarischen Inseln bietet ein höheres, mehr bewalde-tes und mehr durch Quellen bewässertes Erdreich dar.