Band 
Erster Theil.
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Buch 1.

ven Entwicklung der Organisation auf der Erde von gros-sem Interesse istj, nämlich ob die Pflanzen, welche ihreGestalt verändern, häufiger auf den vulkanischen Inselnseyen? Die Vegetation von Teneriffa ist der Hypothesenicht günstig, nach welcher man annimmt, dafs die Naturin neuem Erdreich weniger an beständige Formen gebun-den sey. Hr. Broussofiet, der sich so lange Zeit auf den ca-narischen Inseln aufgehalten hat, versichert, dafs die verän-derlichen Pflanzen daselbst nicht gemeiner seyen, als imsüdlichen Europa . Sollte man nicht annehmen, dafs dieveränderlichen Arten, welche die Insel Bourbon so häufigdarbietet, vielmehr der Natur des Bodens und dem Klima,als der Neuheit der Vegetation zuzuschreiben sind?

Ich habe eben ein physisches Gemählde der Insel Te-neriffa entworfen - , ich habe versucht, genaue Nachrichtenüber die geologische Constitution der canarischen Inseln,über die Geographie der diesem Archipel eigenthümlichenPflanzen, und über ihre Gruppirung in verschiednen Hö-hen über der Oberfläche des Meers zu geben. Ungeachtetich mir schmeichle, einige Aufklärung über Gegenständevei’breitet zu haben, die schon so oft von andern Reisendenbehandelt wurden, so glaube ich doch, dafs die physischeGeschichte dieses Archipels noch ein weites Feld zu Unter-suchungen übrig lässt. Die Anführer der wissenschaftlichenReisen, wovon durch England, Frankreich, Spanien, Dä-nemark und Rufsland so glänzende Beyspiele gegeben wur-den, haben sich gewöhnlich zu sehr beeilt, die canarischen In-seln zu verlassen. Sie bildetei^sich ein, diese Inseln müss-ten schon sehr genau beschrieben seyn, weil sie sehr nahe beyEuropa liegen: sie haben aber vergessen, dafs in Beziehungauf Geologie das Innere von Neuholland nicht unbekann-ter ist, als die Felsen von Lancerota und von Gomera , dievon Porto-Santo und die von Terceira . Wir sehen jährlicheine grofse Anzahl Gelehrter, ohne bestimmten Zweck,