Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

die besuchtesten Gegenden Europas durchwandern. Manmufs hoffen, dafs sich unter ihnen mehrere finden werden,welche, geleitet von einer wahren Liebe zur Wissenschaft,und fähig, einen Plan von mehrern Jahren zu verfolgen, zugleicher Zeit den Archipel der Azoren , Madera, die cana-rischen Inseln, die Inseln des grünen Vorgebirgs und dienordwestliche Küste von Afrika untersuchen möchten. Nurindem man die auf den atlantischen Inseln und dem benach-barten Continent gemachten Beobachtungen unter einenGesichtspunkt vereinigt, wird man dahin gelangen, ge-naue Kenntnisse über die Geologie und Geographie derThiere und Pflanzen zu erhalten.

Bevor ich den alten Continent verlasse, um auf denneuen überzugehen, bleibt mir noch übrig, von einem Ge-genstand zu reden, der ein allgemeineres Interesse darbietet,weil er mit der Geschichte des Menschen und mit jenentraurigen Kevolutionen zusammenhängt, welche ganzeVölkerstämme'von der Oberfläche des Erdbodens verschwin-den machten. Man fragt sich auf der Insel Cuba , auf St.Domingo und auf Jamaika , wo sind die ursprünglichenEinwohner dieser Gegenden geblieben? Man fragt sich aufTeneriffa : was ist aus den Guanen geworden, deren Mu-mien allein, in Höhlen begraben, der Zerstörung entgan-gensind? Im fünfzehnten Jüik^hundert suchten fast allehandelnde Nationen, besonders die Spanier und Portu-giesen, Sklaven auf den canarischen Inseln, wie man siegegenwärtig an der Küste von Guinea sucht.*) Di% christ-liche Religion, Vvelche in il^’em Ursprung so mächtig dieFreyheit der Menschen begünstigte, diente der Habsucht

*) Die spanischen Geschichtschreiber erwähnen einiger Unternehmungen, welche von den Hugenotten von la Rochelle gemacht wurden,um guanisclie Sklaven zu rauhen. Ich zweifle an diesen Expeditionnen, welche später als das Jahr i53o gewesen wären.