Band 
Erster Theil.
Seite
285
JPEG-Download
 

Kapitel II.

dern zu isoliren. Dies ist der einzige Zufluchtort, wel-chen Insulaner wählen können; auch war diese schöneNation der Guanen im Anfang des siebenzehnten Jahr-hundert so zu sagen erloschen; man fand keine mehr,als einige Greise zu Candelaria und Guimar .

Es ist tröstlich zu denken, dafs die Weifsen nicht im-mer verschmäht haben, sich mit den Eingehornen zu ver-mischen; aber die heutigen Canarier, welche die Spa-nier mit dem einfachen Namen Islehos bezeichnen, ha-ben sehr mächtige Gründe , diese Vermischung zu läug-nen. Die Zeit verlöscht, in einer langen Reihe von Ge-nerationen, die charakteristischen Zeichen der Ragen;und da die Abkömmlinge der Andalusier, die sich aufTeneriffa niedergelassen haben, selbst eine sehr brauneFarbe haben, so begreift man, dafs die Ragenvermischungkeine merkbare Veränderühg in der Hautfarbe derWeis-sen hervorgebracht haben kann. Es ist wohl erwiesen,dafs es gegenwärtig auf der ganzen Insel keinen Einge-bornen von reiner Rage gibt, und einige Reisende, diesonst sehr glaubwürdig sind, haben sich getäuscht, wennsie glaubten , einige jener Guanen mit schlanker Taille undvon leichtem Lauf als Wegweiser auf den Pic gehabtzu haben. Es ist wahr, dafs einige Familien der Cana-rier sich ihrer Verwandtschaft mit dem letzten Hirten-könig von Guimar rühmen; aber diese Ansprüche beru-hen auf keinen sichern Gründen: sie erneuern sich vonZeit zu Zeit, wenn es einem vom Volke, der dunklergefärbt ist, als seine Landsleute, einfällt, sich um ei-ne Offizierstelle im Dienst des Königs von Spanien zu be-werben.

Kurze Zeit nach der Entdeckung von Amerika , alsSpanien zum höchsten Grad seines Glanzes gelangt war,gefiel man sich darin, die Sanftmuth des Charakters derGuanen zu rühmen, wie man in unsern Tagen die Un-