Band 
Erster Theil.
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Huch l.

schuld der Bewohner von Otaheite gerühmt hat. In ei-nem dieser Gemählde wie in dem andern scheint dasColorit weniger -wahr als glänzend zu seyn. Wenn dieVölker ermüdet von den Genüssen des Geistes, in derVerfeinerung der Sitten nur den Keim moralischer Ver-derbnifs erblicken, so schmeichelt ihnen der Gedanke,dafs in einer fernen Gegend, in der ersten Morgenrütheder Civilisation, die entstehenden Gesellschaften einesreinen und beständigen Glücks geniefsen. Diesem Ge-fühl verdankte Tacitus einen Theil seines glücklichen Er-folgs, als er den Römern, den Unterthanen der Cesaren,das Gemählde der germanischen Sitten entwarf; diesesnämliche Gefühl gibt der Erzählung der Reisenden ei-nen unbeschreiblichen Reiz, welche seit dem Ende desvorigen Jahrhunderts die Inseln des grofsen Oceans be-sucht haben.

Die Einwohner dieser Inseln, vielleicht zu sehr ge-rühmt, und ehemals Anthropophagen, gleichen untermehr als einer Beziehung den Guanen von Teneriffa .Wir sehen die einen und die andern unter dem Joch ei-ner feudalen Regierung seufzen. Bey den Guanen wardiese Einrichtung, welche die Kriege erleichtert undverlängert, durch die Religion geheiligt. Die Priestersagten dem Volk, „der grofse Geist, Achaman, hat zu-erst die Edlen, die Achimenceys erschaffen, denen er al-le Ziegen austheilte, die es auf der Erde gibt. Nachden Edlen schuf Achaman das niedere Volk, die Achi-caxnas; diese jüngere Ra£e hatte den Muth, auch Zie-gen zu verlangen; aber das höchste Wesen antwortete:das Volk sey bestimmt den Edlen zu dienen, und habekein Eigenthum nöthig.“ Diese Tradition war ohne Zwei-fel gemacht, um den reichen Vasallen der Hirten-Kö-nige zu gefallen. Der Faycan oder Oberpriester übte' auch das Recht aus, in den Adelstand zu ei’heben, und