Kapital II.
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Ungeachtet die Inseln Fortaventüra und Lancerota,■welche die am wenigsten bevölkerten sind, Getreide aus-führen, während Teneriffa gewöhnlich nur zwey Dritthei-le seines Bedarfs hervorhringt, so darf man doch darausnicht folgern, dafs die Zahl der Einwohner aus Mangelan Subsistenz auf dieser letztem Insel sich nicht mehrvermehren könne. Die canarischen Inseln sind nochweit entfernt, die Uebel zu empfinden, welche eine ziigrofse Bevölkerung hervorbringt, deren Ursachen Hr.IMalthus so richtig und scharfsinnig entwickelt hat. DasElend'des Volks hat bedeutend al)genommen, seit manden Anbau der Erdäpfel *) eingeführt, und angefangenhat mehr türkisches Korn als Gerste und Getreide i säen.
Die Einwohner der canarischen Inseln haben Züge,welche zugleich ein Gebirgsvolk und Insulaner charak-terisiren. Um sie recht kennen zu lernen, ist es nichthinreichend, sie in ihrem Vaterland zu sehen, wo mäch-tige Hindernisse sich der Entwicklung ihrer Industrieentgegenstellen; man inufs sie in den Steppen der Pro-vinz Caracas , auf dem Rücken der Anden, in den bren-nenden Ebenen der Philippinen, überall da studieren,wo sie isolirt in den unbewohnten Ländern Gelegenheithatten, die Energie und Thätigkcit zu entwickeln, welch«die wahren Reichthürner eines Colonisten sind.
Die Canarier gefallen sich darin, ihr Land als einenTheil des europäischen Spaniens zu betrachten. Sie ha-ben wirklich die Reichthürner der castilischen Literaturvermehrt. Die Namen eines Clavijo, Verfassers des Pensa-dor , eines Viera , eines d’ Yriarle und eines liätancourt sindehrenvoll in den Wissenschaften und in der Literatur be-kannt; das canarische Volk ist mit jener Lebhaftigkeit
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') Tessier et Desautoy, sur Vctgrieultnre des Canarirs. ( Metn.de VInstitut , T. I, p. 25 o und 5"9.)