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Kapitel HI.
in den benachbarten Wäldern von Cumana beobachtenzu können. Nichts reizt die Neugierde eines Naturfor-schers mehr, als die Erzählung von den Wundern einerGegend, an deren Küste er zu landen im Begriff steht.
Den löten Julius * 790 > mit Tages-Anbruch, sahenwir eine grüne Küste von pittoreskem Anblicke. DieBerge von Neu-Andalusien, halb verscbleyert durch dieDünste, begränzten den Horizont im Süden. Die StadtCumana und ihr Schlofs erschien zwischen Gruppen vonCacosbäumen. Wir legten uns im Seehafen des Mor-gens um 9 Uhr vor Anker, ein und vierzig Tage nachunsrer Abreise von Corunna, die Kranken krochen aufdas oberste Verdeck, um des Anblicks eines Landes zugeniefsen, welches ihren Leiden ein Ende machen sollte.
Ich wollte die Erzählung unserer Reise durch dasDetail der physikalischen Beobachtungen nicht unterbre-chen, denen ich mich während Unserer Ueberfahrt vonden Küsten Spaniens nach Teneriffa, und von Teneriffa nach Cumana unterzogen habe. Beobachtungen dieserArt gewähren nur dann ein wahres Interesse, wenn manihre Resultate nach einer Methode zusammcnstellen kann,Welche geeignet ist, zu allgemeinen Ideen zu führen.Die Form einer historischen Erzählung und der Gang,den sie nehmen mufs, sind nicht vortheilhaftj um Er-.Scheinungen in ihrer Gesammtheit darzustellen, welchesich mit den Jahreszeiten und mit der Lajre der Orteverändern. Um die Gesetze dieser Erscheinungen zustudieren, mufs man sie, in Gruppen vereinigt, undnicht isolirt, wie sie nach und nach beobachtet wurden,vorlegen. Man mufs den Schifffahrenden Dank wissen,dafs sie eine ungeheure Menge von Thatsachen zusam-menbrachten; aber man mufs es bedauern, dafs bisauf diesen Tag die Physiker so wenig Vortheil von die-sen Reisejournalen gezogen haben, welche, einer neuen
Alex. v. Humboldts hist. Heise. I. 2 2