Band 
Erster Theil.
Seite
340
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34°

Buch 1.

32 Grade C24°,8 oder a5°,6 R.) erhoben hat, währendauf den Continenten von Afrika und Asien , unter dennämlichen Parallelen, die Temperatur oft 35 und 36 Gradeüberschreitet. Ueherhaupt scheint mir zwischen io Gra-den nördlicher und südlicher Breite, die mittlere Wär-me der Atmosphäre, welche auf dem Ocean ruht, inden niedern Gegenden um einen bis zwey Grade gerin-ger zu seyn, als die mittlere Temperatur der Luft, wel-che die Länder umgibt, die zwischen den Tropen lie-gen. Es ist unnöthig, in Erinnerung zu bringen, wiesehr dieser Umstand das Klima der ganzen Erde modi-iizirt, wegen der ungleichen Vertheilung der Continen-te nördlich und südlich vom Aequator , sowie östlich undwestlich vom Meridian r on Teneriffa .

Die aufserordentliche Langsamkeit, mit welcher dieTemperatur zunimmt, wenn man die Ueberfahrt vonSpanien nach dem festen Land und den Küsten von Me-xico macht, ist für die Gesundheit der Europäer, welchesich in den Colonien niederlassen wollen, sehr vortheil-haft. Zu Vera-Cruz und zu Carthagena in Amerika lau-fen die Creolen, welche von den hohen Savanen von Bo-gota oder der Central-Gebirgsplatte Neuspaniens herun-terkömmen, grüfsere Gefahr, von dem gelben Fieberoder dem Vomito ergriffen zu werden, als die Bewoh-ner des Nordens, welche zur See ankommen. *) Wennman von Perote nach Vera-Cruz reist, so gelangen dieMexicaner in 16 Stunden von der Region der Fichtenund Eichen, von einem gebirgigen Land, wo der Wär-memesser oft Mittags auf 4 oder 5 Grade fällt, in ei-ne brennende Ebene, die mit Cocosbäumen, mit Mimo-se cornigera und mit andern Pflanzen bedeckt ist, wel-che nur unter dem Einflufs einer Starkei Hitze wachsen.

*) Nouv. Es-p. T. II. p. 772.