Buch 1.
35 °
de können auf einige Zeit einen Unterschied von zweyund selbst drey Graden hervorbringen; aber so bald die-se zufälligen Ursachen zu wirken auf hören, nimmt dieTemperatur des Oceans ihren alten Standpunkt wiederan. Ich werde in der Folge Gelegenheit haben, auf die-se Erscheinung zurückzukommen, die eine von den un-verähderlichsten ist, welche die Natur därbietet.
Ich verfertigte eine Charte über die Temperatur derMeere, theils nach meinen eignen Beobachtungen, wel-che von 44 0 nördlicher bis 12 ° südlicher Breite undvon 43° bis io5° westlicher Länge angestellt wurden,theils nach einer grofsen Anzahl von Materialien, w r elcheich mit vieler Mühe sammelte. Da eine bedeutende Mas-se von Wasser sich nur sehr langsam erkältet, so ist eshinreichend, den Wärmemesser in einen Eimer zu tau-chen, welchen man eben an der Oberfläche des Oceansgefüllt hat. Ungeachet diese Erfahrung sehr einfach ist,wurde sie bis jetzt sehr vernachlässigt. In den meUsten Reisebeschreibungen redet man nur zufällig Vonder Temperatur des Oceans, z. B. bey Gelegenheit derNachforschungen, welche man über die Kälte angestellthat, die irt grofsen Tiefen herrscht, oder über denStrom von warmem Wasser, welcher den atlantischen Oceartdurchfliefst. Ich konnte mich des vortrefflichen Werksdes Hrn. Rirwan , über die Klimate , nicht bedienen; weildieser Gelehrte in seinen Tabellen über die Temperatur,welche verschiednen Breiten eigen ist, nicht hinreichendunterschied, was man direkten Beobachtungen verdankt,und was das Resultat der Theorie ist. Aber die zweyteReise um die magellanische Meerenge *), welche von Chu-1 'iicca und Galedno befehligt wurde, die Beschreibung derReise des Abbe Chcippe nach Californien, ein in Pbiladel-
*) Don Cosme de Churrucu, Apendice de! Viage al Mage Hanes,
U9 3 > P- 9 8 -