Kapitel III. 365
grometer die Mengen der mit der atmosphärischen Luftvermischten Dämpfe anzeigen, kann man doch nicht inAb-rede seyn, dafs selbst bey dem jetzigen Zustand unsererKenntnisse diese Instrumente von einem grofsen Interessefür den Physiker sind, der sie von der gemäfsigten Zonein die heifse, von der nördlichen Hemisphäre in die südli-che, von den niedern Luftgegenden, die auf dem Ocean.ruhen, auf die beschneiten Gipfel der Cordilleren bringenkann. Ich wollte lieber, sagt Hr. v. Saussure,*') dafs mansich des unvollkommensten Instruments, eines durch das Ge-wicht eines Steins angespannten Hanffadens bediente, als dafsman Untersuchungen ganz vernachlässigt, womit man sichnoch so wenig auf entfernten Reisen beschäftigt hat.**) Oh-ne mich in die Frage einzulassen,' ob ungenaue Beobach-tungen Jen Fortschritten der Wissenschaften schädlichersind, als die völlige Unkenntnifs einer gewissen Anzahlvon Thatsachen, kann ich versichern, dafs mehrere vonHrn. Paul in Genf verfertigte, und von Zeit zu Zeit aufden Punkt der höchsten Feuchtigkeit gebrachte ***) Hygro*
*) Essai sur THygromitrie , §. 353 .
**) Hr. Peron ist der Meinung, „Key der Expedition des KapitänBaudin haben die Hygrometer das erstemal den Ocean passirt“;aber vor dieser Reise, und selbst lange vor der ineinigen, wurdenhygrometrische Beobachtungen auf der Expedition von Lapdrouse,und in Bengalen von Hrn. Deluc, Sohn, angestellt.
***) Ich veranstaltete diese Correction jedesmal, so oft ich einigenZweifel über die Angabe des Hygrometers hatte. Ich wandte da«Eintauchen in Regenwasser an, wie e^ Hr. Deluc für die Fischbein-Hygrometer verlangt. Man weifs , dafs selbst für das Haar dieseBerichtigung-Methode nur einen Kleinen Irrthum von l° bis i °.5verursachen kann, ( Essai 5 - 32 . p. 37) während die besten Hygro-meter oft um 2° differiren. Ich konnte das Haar oder den Fisch-beinstreifen nicht auf den Punkt der höchsten Trockenheit brin-gen, aus Mangel eines tragbaren Apparats, und ich bedauerte sehr, vor