Band 
Erster Theil.
Seite
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Buch 1,

wo die Intensität auf ihrem Minimum ist, während mandas Maximum in einem der Sonne gerade entgegengesetztten Punkte findet.*) Ich denke, dafs dieser Umstand ivenig auf die Genauigkeit der cyanometrischen Messungeneinfliefst, die in der heifsen Zone gemacht werden 5 dennje höher die Sonne über dem Horizont ist, desto gleicherist das Licht in der Luft vertheilt.**) Es scheint sogar, dalsein Theil des HimifteJs eine gröfsere oder geringere Mengevon Licht zurückwerfen kann, ohne dafs das Cyanoinetereine dunklere oder hellere Farbe anzeigt.

Ich werde mich nicht weiter über die Beziehungenverbreiten, welche zwischen dem Cyanoineter von Saus-sure und dem Lucimeter von Bouguer Statt finden. Manweifs, dafs dieser Gegenstand unter die feinsten Untersu-chungen in der Optik gehört; und die Farbe des Himmelsverdient um so mehr die Aufmerksamkeit der Physiker, alsdie sinnreichen Erfahrungen von Hrn. Arago neuerlichgezeigt haben, dafs das Licht der Luft aus Strahlen zusam-mengesetzt ist, welche nicht von der nämlichen Natur sind,weil es deren mehrere enthält, die nicht fähig sind, pola-risirt zu werden.

Wenn das Cyanometer, ich will nicht sagen die Men-ge , aber die Anhäufung und die Natur der undurchsichti-gen Dünste anzeigt, Welche in der Luft enthalten sind, so fhat der SchifTfahrende eine einfachere Art, über den Zu-stand der niedern Regionen der Atmosphäre zu urtheilen.

Er beobachtet aufmerksam die Farbe und die Figur derSonnenscheibe bey ihrem Aufgang und Untergang. DieseScheibe, durch die Luftschichten gesehen, welche aufdem Ocean ruhen, verkündigt die Dauer des schönen Wet-ters, die Ruhe oder die Stärke des Winds. Es ist eine Art

*) Bouguer , Traite d’Optique , p. 71 u, 56 7.

*') Ebendaselbst, p. 74.