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K a p i t e l 11 L
von Diaphanometer *), dessen Anzeigen seit Jahrhunder-ten mit mehr oder weniger Erfolg ausgelegt wurden.In der heifsen Zone folgen sich die meteorologischenErscheinungen mit einer grofsen Regelmäfsigkeit unddie horizontalen Refraktionen sind gleichförmiger, da-her auch die, Vorhersagen sicherer als in den nördli-chen Gegenden. Eine grofse Blässe der untergehemhnSonne, eine bleiche Farbe derselnen, eine aufserordent-liehe Entstellung ihrer Scheibe sind daselbst selten trü-gende Zeichen feines Sturms, und man hat Mühe zu be-greifen, wie der Zustand der niedern Schichten der At-mosphäre, welchen uns dieses natürliche Diaphanometerenthüllt, so genau mit meteorologischen Veränderungenverknüpft seyn "kann, die acht oder zehn Stunden nachdem Untergange der Sonne Statt haben.
Die Seeleute haben, mehr noch als die Bewohnerdes Landes, die physionomische Kenntnifs des Himmelsvervollkommt. Da sie nur die Oberfläche des Oceansund das Himmelsgewölbe, das auf ihr zu ruhen scheint,erblicken, so heften sie beständig ihre Aufmerksamkeit aufdie kleinsten Veränderungen, welche die Atmosphäre er*leidet. Unter der grofsen Anzahl meteorologischer Regeln,welche die Piloten gleichsam auf einander vererben , gibtes mehrere, welche vie,len Scharfsinn verrathen; und über-haupt sind die Vorhersagungen weniger ungewifs indemBecken der Meere, besonders in dem Aequinoctial Theildes Oceans, als auf dem Continent, wo die Gestalt desBodens, die Berge und die Ebenen die Regelmäfsigkeitder meteorologischen Phänomene stören. Der Einflufsder Monds Wechsel auf die Dauer der Stürme, die Wir-