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Buch II.
Tung sich, wo nicht über einen grüfsern Theil der Erd-oberfläche, doch über eine gröfsere Anzahl von Jahrenals die meinige erstreckt. Im Gegentheil, in den Gegen-den Europas, wo die Erdbeben in Vergleichung mit Ame-rica viel seltener sind, sind die Physiker geneigt, eine in-nige Verbindung zwischen den Bewegungen der Erde undirgend einem Meteor anzunehmen, das sich zufällig umdie nämliche Zeit einstellt. So vermuthet man in Italien eine Beziehung zwischen dem Siroccound den Erdbeben,und in London betrachtete man die Häufigkeit der Stern-schuppen, und jene Südlichter *), die indessen mehrmalsvon Hrn. Ilalton beobachtet wurden, als die Vorläuferder Erdstüfse, die von 1748 bis 1766 wahrgenommenwurden.
An den Tagen, wo die Erde durch heftige Erdstöfse
*) Phil. Trans. T. XLVI, p.662, 663 und 743. Der Anblick dieserMeteore führte zwey ausgezeichnete Gelehrte fast zu der nämlichenZeit zu ganz entgegengesetzten Theorien. Haies , erstaunt überseine Erfahrung von der Zersetzung der Salpeterluft, wenn sie mitder atmosphärischen Luft in Berührung tritt, erfand eine ehemi-sche Theorie, nach welcher das Erdbeben die Wirkung „einerschnellen Verdichtung nitroser und schwefliger Dünste“ seyn sollte,(Ebendas. , p. 678). Stucheley , vertraut mit den Ideen von Franklinüber die Vertheilung der Electricität in den Schichten der Atmo-sphäre , betrachtete die schwankende Bewegung der Oberfläche desErdbodens als die Wirkung eines clectrischen Stofses, der sich vonder Luft der Erde mittheilt. (Ebendas. , p. 64 s). Nach diesenbeyden Theorien nahm man das Daseyn einer grofsen schwarzenWolke an, welche die mit Electricität oder mit nitrosen Dünstenungleich geladenen Luftschichten von einander trennte; und dieseWolke war zu London im Moment der ersten Stöfsc gosehen wor-den. Ich führe diese Träumereyen an, um in Erinnerung zu brin-gen, welchen Irrthümern man'sich aussetzt, sowol in der Physikals in der Geologie , wenn man zufällige Umstände im Auge behält,statt das Ganze der Erscheinungen zu umfassen.