Kapitel F. 509
Feld zu bearbeiten, und zu ernten, um leben zu kön-nen.“ ' ; 0
Je lebhafter der Eindruck war, den der Verkauf derNeger in Cuinana auf uns machte, desto mehr fühltenwir uns glücklich, bey einer Nation lind auf einem Con-tinent uns zu befinden, wo die Zahl der Sclaven imGanzen sehr gering ist. Diese Zahl überstieg im Jahr1800 in den beyden Provinzen Cumana und Barcellonanicht sechs Tausend, während man zu der nämlichenZeit die ganze Bevölkerung auf hundert zehn tausendEinwohner schätzte. Der Handel mit africanischen Scla-ven, welchen die spanischen .Gesetze niemals begünstig-ten, ist fast nichts an den Küsten, wo im sechszehntenJahrhundert der Handel mit americanischen Sclaven miteiner furchtbaren Thätigkeit getrieben wurde. Macara-pan, ehmals Amara-capana genannt, Cumana, Araya undbesonders Neu-Cadix, auf dem Eiland Cubaguä gegrün-det, konnten dama.s als Comptoire angesehen werden,zur Erleichterung des Sclavenhandels errichtet. GirolamiBenzoni von Mayland, der im Alter von zwey und zwan-zig Jahren auf das feste Land gekommen war, nahm aneiner Expedition Theil, die im Jahr 1542 an die Küstenvon Bordones, von Cariaco und l'aria gemacht wurde,
*) La Pruy'ere, Caracteres , Cliop. XI (ed. 17 65, p. 5oo). Mancitirt gern eine ganze Stelle, in welcher sich die Liehe zummenschlichen Geschlecht mit Stärke, man kann sagen, mit eineredeln Strenge ausspricht. „Man findet (in der heifsen Zone) ge-wisse wilde Thierc, Männchen und Weibchen, auf dein Feldverbreitet, schwarz, braun, und von der Sonne ganz verbrannt,an die Erde gebannt, die sie durchwühlen und mit einer unüber-windlichen Hartnäckigkeit hin und her arbeiten. Sie haben einerein artikulirte Stimme} und wenn sie sich auf ihre Füfse erhe-ben, zeigen sie ein menschliches Gesicht, und in der Th&t, siesind Menschen.“