Band 
Erster Theil.
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536
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Buch II.

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dert berühmt, wie es der persische Meerhusen und dieInsel Taprobane bey den Alten waren. * **) 5 Es ist unrich-tig-, dafs die Eingebornen Americas, wie mehrere Ge-schichtschreiber behauptet haben, den Luxus der Perlennicht kannten. Die ersten Spanier, die auf dem festenLand landeten, fanden die Wilden mit Halsschnüren undArmbändern geziert 5 und bey den civilisirten Völkern Me-xico’s uud Peru’s waren die Perlen von einer schönen Formaufserordentlich gesucht. Ich machte die Büste einer mexi-canischen Priesterinn bekannt, deren Kopfzeug, sonstder calantica der Isis Köpfe ähnlich, mit Perlen geziert ist.Las Casas und Benzoni haben, nicht ohne einige Ueber-treibung, die Grausamkeiten beschrieben, welche mangegen die unglücklichen indianischen Sclaven und Negerausübte, die man zum Perlenfang gebrauchte. Im An-fang der Eroberung lieferte die Insel Coche allein monat-lich i 5 oo Mark Perlen. Der Qumt, welchen die Offizieredes Königs von dem Product der Perlen zogen, betrug1 5 ,ooo Dukaten, was nach dem Werth der Metalle in jenenZeiten und der Bröfse desUnterschleifs, alseinesehr grofseSumme betrachtet werden mufs. Es scheint, dafs bis zumJahr i 53 o der Wetth der nach Europa geschickten Perlenin einem gewöhnlichen Jahr 800,000 Piaster betrug. Umvon der Wichtigkeit tieses Theils des Handels zu Sevilla ,Toledo, Anvers und Genua zu urlheilen, mufs man sicherinnern, dafs um die nämliche Zeit alle Minen Ameri-

*) Strabo , Lib. XV. ( pag. Oxon. »017) Plin. Lib. IX, c. 55 ,Lib. XII, c. 18. Solin. Polyhist,, c. 66 (ed. i 5 i 8 , p. 3.6 und324) und besonders Athen . Deipnosoph., Lib. 111. c- 45 (ed.Schweighäuser, T.I, p. 360—507, u »i Aninadvers. in Athen. ,t. II, p. 126.

**) Atlas piltoresque, PI. » und 2,