Band 
Dritter Theil.
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Buch V.

rechte, drey bis vier Secunden ungefähr anhaltendeBewegung, welche von einer etwas länger dauerndenwellenförmigen begleitet ward. Die Stöfse erfolgten inentgegengesetzten Richtungen von Norden gen Südenund von Osten nach Westen. Dieser Bewegung vonunten nach oben und diesen sich durchkreuzendenSchwingungen vermochte nichts zu widerstehen. DieStadt Caracas ward gänzlich zu Grunde gerichtet. Tau.sende ihrer Bewohner (zwischen neun- und zehntau-send) fanden unter den Trümmern der Kirchen undHäuser ihr Grab. Noch hatte die Procession ihren Um-gang nicht eröffnet; aber das Hinströmen zu den Kir-chen war so grofs, dafs gegen drey- oder viertausendPersonen unter dem Einsturz ihrer Gewölber erdrücktwurden. Die Explosion war heftiger auf der Nördseitein dem dem Berge dAvila und der Silla näher gelege-nen Theil der Stadt. Die Kirchen der Dreyfaltigkeitund Alta Gracia, die mehr als i5o Fufs Höhe hattenund deren Schiff durch zwölf bis fünfzehn Fufs dichtePfeiler getragen ward, lagen in einen Trümmerhaufenverwandelt, der nicht über 5 bis 6 Fufs Höhe hatte,und 1 die Zermalmung des Schuttes war so beträchtlich,dafs von den Pfeilern und Säulen fast keine Spur mehrkennbar geblieben ist. Die Kaserne, El Quartel deSan Carlos genannt, die nördlich von der Dreyfaltig-keitskirche, am Weg nach der Douane de la Pastoralag, ist beynahe völlig verschwunden. Ein RegimentLinientruppen stund darin unter den Waffen, und solltesich eben zur Procession begeben. Wenige Einzelneausgenommen, ward es sämmtlich unter den Trümmerndes grofsen Gebäudes verschüttet. Neun Zehntheileder schönen Stadt Caracas wurden gänzlich zerstört.Die Häuser, welche nicht einstürzten, wie diejenigender Stadt San Juan beym Kapuziner-Hospitium, waren