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Buch V.
bietet, wie jene sind, welche die Cordilleren empor-boben und Myriaden pelagischer Geschöpfe in die Erdeversenkten, so bietet die vor unsern Augen wirksameNatur darum nichts desto minder solche tumultuarische,obschon nur partielle Veränderungen dar, deren Er-forschung auch die entferntesten Zeiträume zu beleuch-ten vermag. Im Innern des Erdballs thronen jene ge-heimnifsvollen Kräfte, deren Wirkungen sich auf derOberfläche kund machen, durch die Erzeugung vonDünsten, von glühenden Schlacken, von neuen vulca-nischen Steinarten und Thermalquellen, durch empor-steigende Inseln und Berge, durch Erschütterungen, diesich mit der Schnelligkeit des electrischen Schlages fort-pflanzen, und endlich durch jene unterirdischen Don-ner *_), welche ganze Monate lang, und ohne Erschütte-rung desErdbodens in Gegenden, die von den wirksamenVulcanen sehr weit entfernt stehen, gehört werden.
Nach Mafsgabe, wie die Aequiuoctial-Länder Ame ricas in ihrer Bevölkerung- und Cultur Fortschritte ma-chen, und wie die Vulcanen-Systeme des mexicanischen
*) Jene, welche die Einwohner der Stadt Guanaxualo in Me xico in Unruhe und Besorgnifs versetzten, dauerten vom9. Jenner bis zum 12. Hornung 1784. Diese Erscheinung,unter den genau beobachteten beynahe die einzige ihrerArt, soll in der Fortsetzung dieser Reise beschrieben wer-den. Hier ist die Bemerkung hinreichend, dafs die Stadtvierzig Mpilen nördlich von dem Vulcane von Jorullo liegt, -und 60 Meilen nordwestlich vom Vulcan von Popocatcpetl.An Stellen, welche diesen zwey Vulcanen näher lagen, indrey Meilen Entfernung von Guanaxuato, wurden die un-terirdischen Donner nicht gehört. Das Getöse beschränktesich auf einen sehr engen Baum in der Region eines Ur-schiefers, der sich dem Uebergangsschiefer nähert, welcherdie reichsten Silberminen der bekannten Welt enthält, undder hinwieder mit Trapp-Porphyr-, Schiefer- und Grünstein-Lagern bedeckt ist.