Band 
Dritter Theil.
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Kapitel XIV.

can, bis zum Purace, in der Nähe vonPopayan. Diesergänzliche Mangel von Oeffnungen, durch welche ge-schmolzene Stoffe sich auf dem, ostwärts der Anden -Cordillere und des Felsengebirges gelegenen Theile desFestlandes entleeren können, ist eine der merkwürdig-sten geologischen Thatsachen.

Wir haben in diesem Kapitel die grofsen Störungenuntersucht, welche die Steincruste des Erdballs von Zeitzu Zeit erleidet, und durch welche Landschaften ver-wüstet werden, die die Natur mit ihren köstlichstenGaben ausgestattet hatte. Eine ununterbrochene Küheherrscht in der oberen Atmosphäre; aber, um mich einesAusdrucks vonFranklin zu bedienen, welcher mehr sinn-reich als wahr ist, der Donner rollt öfters in der unter-irdischen Atmosphäre, in der Mischung elastischer Flüs-sigkeiten, deren heftige Bewegungen uns auf der Erd-oberfläche fühlbar werden. In der Beschreibung desUntergangs so vieler volkreicher Städte haben wir Bilderdes gröfsten menschlichen Elendes dargestellt. Ein Volk,das im Kampfe für seine Unabhängigkeit begriffen ist,wird plötzlich der Nahrungsmittel und aller Lebensbe-dürfnisse beraubt. Hungrig und ohne Obdach zerstreutes sich durch das Land. Sehr viele derer, die nicht un-ter den Trümmern ihrer Wohnungen das Grab fanden,Unterliegen den Krankheiten. Weit entfernt das Zu-trauen herzustellen, wird dieses durch das Gefühl desfJainmers vollends unter den Bürgern zerstört; das phy-sische Elend verstärkt noch die bürgerlichen Zwiste, unuder Anblick einer mit Blut und Thränen getränktenErde mag die Wuth der obsiegenden Parthey nicht besänftigen.

Nach der Aufzählung so vielfachen Elendes kann einRuhepunct bey tröstlicheren Erinnerungen der Phan-tasie nicht anders denn erwünscht seyn. Als tnan in den